{"id":387,"date":"2021-07-13T10:33:11","date_gmt":"2021-07-13T08:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?p=387"},"modified":"2024-10-26T14:36:04","modified_gmt":"2024-10-26T12:36:04","slug":"wenn-n","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wenn-n\/","title":{"rendered":"Wenn N\u00e4he fehlt"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify\">Elisa Meyer streicht ihre langen braunen Haare zur Seite und blickt mit einem breiten, freundlichen L\u00e4cheln in die Kamera. Die 35-J\u00e4hrige strahlt eine nat\u00fcrliche W\u00e4rme aus. Man f\u00fchlt sich direkt wohl, vielleicht sogar etwas geborgen \u2013 und das ist besonders f\u00fcr ihren Beruf von gro\u00dfer Bedeutung. Elisa kommt Menschen nahe, sehr nahe. Sie ist professionelle Kuschlerin. Klingt nicht nur kurios, ist es auch. Doch hinter dem zun\u00e4chst seltsam anmutenden Job steckt eine gro\u00dfe Leidenschaft und eine wichtiges Angebot f\u00fcr ihre Kund:innen. In einer Leipziger Dachgeschosswohnung hat sich Elisa nun ihren Traum erf\u00fcllt: Die erste eigene Praxis. Noch ist die Wohnung nicht fertig eingerichtet. An einigen Stellen fehlen ein paar M\u00f6bel, ab und zu hallt es noch ein wenig. Doch die Praxis ist schon jetzt Elisas ganzer Stolz. Dort soll bereits heute der erste Kuschelkunde begr\u00fc\u00dft werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left has-medium-font-size\"><strong>Von einer Schnapsidee zum absoluten Traumjob<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"684\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-684x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-678\" style=\"width:269px;height:404px\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-684x1024.jpg 684w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-200x300.jpg 200w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-768x1150.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-1400x2097.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Elisa-warm-4-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"auto, (max-width: 684px) 100vw, 684px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Elisa Meyer <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Doch, wie kommt man auf so einen Beruf? Elisa entdeckte ihn bereits vor Jahren in einem Artikel auf<a href=\"https:\/\/www.buzzfeed.de\/buzz\/die-18-interessantesten-berufe-der-welt-fuer-die-menschen-tatsaechlich-geld-bekommen-90140783.html\"> BuzzFeed<\/a>. Dort wurden die zehn interessantesten Berufe der Welt vorgestellt, darunter auch der Beruf der professionellen Kuschler:innen. Zun\u00e4chst war selbst die Leipzigerin etwas skeptisch. Dennoch war schnell klar: Das muss sie ausprobieren! \u201eIch fand es sehr lustig. Eine genial einfache Idee, die man recht schnell umsetzen kann. Das habe ich dann erstmal nebenbei angefangen\u201c, erz\u00e4hlt sie. Zu Beginn kuschelte sie nur im kleinen Rahmen, als Test. Sie druckte Flyer und begr\u00fc\u00dfte die ersten Kund:innen. Dabei wurde schnell klar, dass hinter dem Kuscheln mehr als reine Ber\u00fchrung steckt. Denn die ersten Kund:innen, brachten direkt Herausforderungen und Komplikationen mit sich. \u201eEs ist relativ h\u00e4ufig entartet. Oft ist es nicht beim Kuscheln geblieben und Kunden wollten mehr. Dann dachte ich, es ist doch sch\u00f6n, wenn man eine Anleitung hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">2016 lie\u00df sie sich deshalb von der Amerikanerin Samantha Hess und der Britin Kitty Mansfield zur professionellen Kuschlerin ausbilden. Die Ausbildung beinhaltet zum einen die Theorie, in der vor allem viel Wert auf ethische Fragen gelegt wird. Die Kuschler:innen lernen hierbei welche Grenzen es gibt und wie weit sie beim Kuscheln gehen d\u00fcrfen. Zum anderen lernen die zuk\u00fcnftigen Kuschler:innen im Praxisteil, richtig zu kuscheln. Dazu geh\u00f6ren Kuschelpositionen und die Art und Weise, wie man sich ber\u00fchrt. Als Abschluss m\u00fcssen die Teilnehmenden mehrmals Probekuscheln. Die L\u00e4nge dieser Ausbildung haben die Teilnehmenden selbst in der Hand. Bei Elisa dauerte es etwas l\u00e4nger: \u201eAllein diese Leute zu finden, um das zu machen, das hat sich schon ein paar Monate gezogen.\u201c Wer professionell Kuscheln m\u00f6chte, muss laut Elisa zwei Grundvoraussetzungen mitbringen: Man muss gerne kuscheln und man muss vor allem gerne mit Fremden kuscheln. Das Kuscheln an sich war f\u00fcr die Leipzigerin kein Problem, denn sie kuschelt schon immer gerne. Doch auch Elisa hatte zun\u00e4chst Hemmungen, mit fremden Menschen zu kuscheln. \u201eDas war schon etwas besonderer. Mit Leuten zu kuscheln, die mich extra buchen und die ich vorher noch nie gesehen habe. Aber es hat sich dann herausgestellt, dass ich auch damit absolut kein Problem habe. Deswegen ist das der perfekte Job f\u00fcr mich .\u201c<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Familie und Freunde reagierten damals eher skeptisch. Die meisten deklarierten es als Phase oder hielten es f\u00fcr einen schlechten Scherz. Einige sagten sogar, dass es eine furchtbare Idee sei. Heute gehen alle viel offener damit um und sind sehr neugierig, erz\u00e4hlt Elisa sichtlich erleichtert. Elisas Mutter hat sich sogar selbst zur professionellen Kuschlerin ausbilden lassen. Die Meinung anderer \u00fcber ihren Beruf ist f\u00fcr die Leipzigerin allerdings niemals ausschlaggebend gewesen. Sie macht einen unglaublich sicheren und selbstbewussten Eindruck, durch den schnell sichtbar wird, wie viel Spa\u00df sie an diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Job hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"690\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-690\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0403-Retouchiert-2-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"688\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-688\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0307-Retouchiert-3-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"689\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-689\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Kuschelkiste-Farbe-0389-Retouchiert-3-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Elisa Meyer kuschelt als professionelle Kuschlerin mit Fremden. \u00a9 Kuschelkiste  <\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left has-medium-font-size\"><strong>\u201eEine Kuschelstunde kann auch mal vier Stunden dauern.\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Elisas Kund:innen buchen ihre Kuschelstunden \u00fcber die Website der <a href=\"https:\/\/cuddlers.net\/de\/\">Kuschelkiste<\/a>. Eine Plattform, auf der ausgebildete Kuschler:innen Kuschelstunden anbieten. Pro Kuscheleinheit verlangen die Kuschler:innen 70 Euro. Daf\u00fcr wird zwischen einer bis zu maximal vier Stunden intensiv gekuschelt. Jede Session beginnt mit einem zehn-min\u00fctigen Vorgespr\u00e4ch, in dem gefragt wird, warum die Kund:innen zu Elisa kommen, was sie sich vorstellen und wie es ihnen geht. Danach wird gekuschelt, bevor es am Ende noch einmal zu einem abschlie\u00dfenden Gespr\u00e4ch kommt. Dort reflektieren sie, wie sich das Kuscheln f\u00fcr den Kunden angef\u00fchlt hat und auf was Elisa n\u00e4chstes Mal besonders achten soll.<\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/embed?mid=18BD8Dz2AlpCEtYX203wL9Iu_p_HZf3Uw\" width=\"640\" height=\"480\"><\/iframe>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Bevor sich jedoch tats\u00e4chlich n\u00e4hergekommen wird, vergeht einiges an Zeit. Elisa achtet im Vorfeld besonders darauf, dass den Kund:innen bewusst ist, welche Dienste sie in Anspruch nehmen. Denn professionelles Kuscheln hat nichts mit Erotik oder Sexualit\u00e4t zu tun. Es geht lediglich um die Ber\u00fchrung. Damit dies auch unmissverst\u00e4ndlich ist, unterschreiben sowohl die Kuschler:innen als auch die Kund:innen eine zweiseitige Liste, auf der die Regeln erkl\u00e4rt werden. Dazu geh\u00f6rt unter anderem, dass die Bikinizone nicht angefasst werden darf, dass man nicht unter die Kleidung fassen darf und dass die Kuschler:innen bei Verst\u00f6\u00dfen, oder wenn sie das Gef\u00fchl haben, die Situation entwickelt sich in eine erotische Richtung, die Kuschelstunde jederzeit abbrechen k\u00f6nnen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Das passiert laut der 35-J\u00e4hrigen jedoch selten und Angst hat sie nach eigener Aussage sowieso nicht. Trotzdem erinnert sie sich, dass sie am Anfang vorsichtiger war: \u201eIch habe ich immer einer Freundin Bescheid gegeben, wo und mit wem ich kuschle und manchmal hat sie dann auch im Zimmer nebenan gewartet.\u201c Heute ben\u00f6tigt Elisa keine Sicherheitsvorkehrungen mehr. Sie hat Vertrauen in sich, in ihre Kund:innen und vor allem auch in ihr Selbstbewusstsein. \u201eDas Wichtigste ist, bestimmt zu sagen, wenn eine Grenze \u00fcberschritten wird.\u201c Einen Selbstverteidigungskurs empfiehlt sie dennoch allen Kuschler:innen, die bei ihr ausgebildet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn beim Kuscheln doch einmal Komplikationen auftreten, liegt es meistens daran, dass Kund:innen das Verh\u00e4ltnis zu Elisa falsch interpretieren und sich teilweise sogar eine Beziehung mit ihr w\u00fcnschen. Wichtig ist hierbei, dass sie die Professionalit\u00e4t aufrechterh\u00e4lt: \u201eDeswegen habe ich mit den Kunden keinen privaten Kontakt. Bei uns ist das sehr wichtig, weil wir uns super nah kommen und viel leichter die Illusion entsteht, dass es funktionieren k\u00f6nnte.\u201c Elisa macht sich selbst immer wieder bewusst, dass es sich in ihrem Beruf nicht um echte Gef\u00fchle f\u00fcr das Gegen\u00fcber handelt und versucht das auch ihren Kuschelpartner:innen zu verdeutlichen. \u201eWenn sich etwas besonders gut anf\u00fchlt, auch f\u00fcr mich, dann interpretiere ich das nicht so als \u201eOh, der fasst aber gut an, der gef\u00e4llt mir jetzt.\u201c Sondern als ein allgemein gutes Gef\u00fchl. Ich verbinde das nicht mit der Person\u201c, erkl\u00e4rt sie n\u00fcchtern.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Mehrheit der Kuschelkund:innen sind Single-M\u00e4nner. Frauen buchen seltener Stunden bei Kuschler:innen. Woran das liegt, kann Elisa nur mutma\u00dfen. Sie sagt, Frauen erleben in ihrem Alltag in der Regel mehr N\u00e4he als M\u00e4nner. Unter Freundinnen ist es gesellschaftlich akzeptierter, auch mal zu kuscheln, w\u00e4hrend das f\u00fcr viele M\u00e4nner immer noch unvorstellbar ist. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"853\" height=\"480\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/GIF-Mann-Frau.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-948\" style=\"width:839px;height:470px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Mehrheit Elisas Kuschelkund:innen sind m\u00e4nnlich. Nur rund 40 Prozent Frauen buchen regelm\u00e4\u00dfig Kuschelstunden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Wie eine professionelle Kuschelstunde aus Sicht des Kunden ist, wei\u00df Stefan ganz genau. Er ist langj\u00e4hriger Kuschelkunde und erz\u00e4hlt im Podcast, warum er es liebt, mit Elisa zu kuscheln.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-css-opacity has-black-background-color has-background is-style-default\" \/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"> <strong>IM PODCAST: KUSCHELKUNDE STEFAN ILLERT  <\/strong><\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Finaleeee_nurmeinPodcastWebsite_mixdown.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Die Gr\u00fcnde, warum man professionell kuscheln m\u00f6chte, sind vielf\u00e4ltig. Elisa k\u00f6nnte vermutlich Stunden davon erz\u00e4hlen, warum Menschen mit ihr kuscheln wollen. Der Hauptgrund ist die Einsamkeit. Menschen, die allein leben, niemanden zum Ber\u00fchren oder zum Reden haben. Andere Kund:innen kommen mit Depressionen, Angstst\u00f6rungen, soziale Phobien oder Traumata&nbsp;. Es kommen Menschen, die sexuellen Missbrauch erfahren haben, Menschen, die unfreiwillig Single sind, einen stressigen Job haben und sogar Menschen, die an einer Sexsucht leiden. Selbst Menschen, die in einer Beziehung leben, buchen Kuschelstunden bei der Kuschelkiste. Man sollte meinen, Menschen, die in einer festen Partnerschaft sind, erleben in ihrem Alltag ausreichend N\u00e4he. Doch Elisa erz\u00e4hlt, dass auch viele dieser Kund:innen sehr einsam sind. Einigen reicht die N\u00e4he des Partners nicht, andere kuscheln \u00fcberhaupt nicht mehr. Die Sehnsucht versuchen sie mit professionellen Kuschelstunden zu stillen \u2013 die Partner:innen wissen in den meisten F\u00e4llen nichts&nbsp; davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Genau diese Problematik verbindet fast alle Kuschelkund:innen. Kaum jemand erz\u00e4hlt offen, dass er oder sie professionell Kuscheln geht. Ber\u00fchrung ist ein Stigma und vor allem ein Tabu. Die Folge: Viele Menschen sch\u00e4men sich f\u00fcr ihre Einsamkeit, trauen sich nicht, etwas dagegen zu unternehmen und vereinsamen immer mehr. Ein Problem ist hierbei, dass das Kuscheln h\u00e4ufig mit Dienstleistungen der Erotikbranche verglichen wird. Eine Stunde professionell Kuscheln wird gleichgesetzt mit einem Besuch im Bordell. Laut Elisa k\u00f6nnen viele Menschen das Bed\u00fcrfnis nach k\u00f6rperlicher N\u00e4he und Ber\u00fchrung nicht vom Bed\u00fcrfnis nach Sex trennen. In der Gesellschaft ist dies immer innerhalb einer Partnerschaft verkn\u00fcpft. \u00dcber Vorw\u00fcrfe, dass es sich bei Kuschler:innen um eine andere Bezeichnung f\u00fcr Prostituierte handelt, kann Elisa nur schmunzeln. F\u00fcr sie ist K\u00f6rperarbeit, K\u00f6rperarbeit. Trotzdem lassen sich diese beiden Berufsfelder aus ihrer Sicht klar abgrenzen: \u201eEs gibt viele Berufe, die ihren K\u00f6rper einsetzen. Prostituierte, K\u00f6rpertherapeuten, Kuschler, Masseure und Physiotherapeuten. Da gibt es dann unterschiedliche Abstufungen von Intimit\u00e4t. Kuscheln liegt zwischen Prostitution und Massage. Das hei\u00dft, es ist schon sehr intim und sehr nah und es hat auch \u00c4hnlichkeiten. Aber von der Stimmung her und vom Gef\u00fchl ist es ganz anders.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left has-medium-font-size\"><strong>Wie wichtig ist Ber\u00fchrung f\u00fcr den Menschen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns are-vertically-aligned-top is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p style=\"text-align: justify\">Professionelles Kuscheln soll Menschen helfen, ihr Leben zu leben und dabei gl\u00fccklich zu sein. Ber\u00fchrung hat hierbei einen enormen Einfluss auf die Lebensqualit\u00e4t. Es ist nicht nur sch\u00f6n, ber\u00fchrt zu werden, zu kuscheln und einem anderen Menschen nahe zu sein, es ist sogar ein Grundbed\u00fcrfnis. Die Neurowissenschaftlerin Dr. Rebecca B\u00f6hme forscht zu den Auswirkungen von Ber\u00fchrungsmangeln. Sie sagt, der Mensch braucht Ber\u00fchrung, um zu \u00fcberleben.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-992\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-768x513.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-2048x1367.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/rb-5-1400x935.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Neurowissenschaftlerin Dr. Rebecca B\u00f6hme  Foto: Thor Balkhed, Universit\u00e4t Link\u00f6ping <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eBer\u00fchrung ist genauso lebensnotwendig f\u00fcr uns Menschen wie Essen und Trinken. Nur ist es so, dass wir den Ber\u00fchrungsmangel nicht so eindeutig sp\u00fcren, wie wenn wir hungrig oder durstig sind.\u201c<\/p>\n<cite>Dr. Rebecca B\u00f6hme <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Ber\u00fchrung ist jedoch nicht nur f\u00fcr Erwachsene von gro\u00dfer Bedeutung. Neugeborene, besonders Fr\u00fchchen, k\u00f6nnen ohne Ber\u00fchrung nicht einmal \u00fcberleben. Mehr zur Bedeutung von N\u00e4he bei Fr\u00fchgeborenen lesen Sie bei <a href=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/zu-frueh-ins-leben-gerissen\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/zu-frueh-ins-leben-gerissen\/\">Lisa Obwander.<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\" \/>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Biologisch gesehen hat das Kuscheln eine enorme Wirkung auf uns, sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig. Mental kann der Mensch sich beim Kuscheln entspannen, Probleme beiseitelegen und sich fallen lassen. Physisch sinkt dabei die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut, die Herz- und die Atemfrequenz verlangsamen sich und es wird das Bindungshormon Oxytocin ausgesch\u00fcttet, das umgangssprachlich als Kuschelhormon bezeichnet wird. Ein Ber\u00fchrungsmangel kann \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitpunkt zu gesundheitlichen Problemen f\u00fchren. Ohne Ber\u00fchrungen fehlt dem Menschen die F\u00e4higkeit, Stress auszugleichen. \u201eUnd negativer Stress ist gesundheitssch\u00e4dlich\u201c, fasst die Wissenschaftlerin zusammen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1010\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1-1400x1050.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/berber-monkeys-299_1920-1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-uagb-info-box uagb-block-f344e4ec uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-above-title uagb-infobox-image-valign-top\"><div class=\"uagb-ifb-content\"><div class=\"uagb-ifb-image-content\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Fact-Snack-150x150.png\" width=\"120\" height=\"120\" loading=\"lazy\" \/><\/div><div class=\"uagb-ifb-title-wrap\"><h3 class=\"uagb-ifb-title\"><sup>Woher stammt unser Bed\u00fcrfnis nach N\u00e4he?<\/sup><\/h3><\/div><div class=\"uagb-ifb-separator\"><\/div><p class=\"uagb-ifb-desc\"> <sub>Nicht nur wir Menschen sehnen uns nach k\u00f6rperlicher N\u00e4he. Auch die mit dem Menschen nah verwandten Affen haben ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis nach Ber\u00fchrung. Beim gegenseitigen Lausen wird Oxytocin ausgesch\u00fcttet. Langfristig k\u00f6nnen so soziale Bindungen unabh\u00e4ngig von genetischer Verwandtschaft oder sexuellen Interessen gest\u00e4rkt werden.<\/sub><\/p><\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Dem professionellen Kuscheln steht Dr. Rebecca B\u00f6hme jedoch kritisch gegen\u00fcber. Aus ihrer Sicht ist es bedenklich, f\u00fcr ein Grundbed\u00fcrfnis wie das Kuscheln Geld zu verlangen, es in den Kapitalismus einzugliedern und letztendlich zu kommerzialisieren. \u201eDas zeigt uns, dass da so viele Sachen in uns passieren, dass wir das Gef\u00fchl haben, wir k\u00f6nnen dieses Bed\u00fcrfnis nicht mit Menschen in unserem Umfeld befriedigen, sodass wir es dann outsourcen m\u00fcssen.\u201c Dennoch ist sie davon \u00fcberzeugt, dass es in Einzelf\u00e4llen eine gute M\u00f6glichkeit ist, um den Ber\u00fchrungsmangel ein wenig zu stillen. Vorausgesetzt, man kann sich auch wirklich darauf einlassen. Aus biologischer Sicht ist die Wirkung nur bedingt positiv. Die Neurowissenschaftlerin erkl\u00e4rt, dass das beim professionellen Kuscheln ausgesch\u00fcttete Oxytocin ins Leere l\u00e4uft. Normalerweise nutzt der K\u00f6rper dieses Hormon, um eine Bindung zu einem anderen Menschen aufzubauen und die Beziehung zu st\u00e4rken. Das kann laut Rebecca B\u00f6hme im Falle der Kuschler:innen nicht funktionieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch als Kuschlerin ist sich Elisa bewusst, dass sie die Einsamkeit der Menschen nicht heilen kann. Kurzfristig beobachtet sie dennoch, dass das Kuscheln den Menschen guttut. Es macht sie gl\u00fccklich. Sie fangen an zu strahlen, sie werden ruhiger, fallen in einen Trance-\u00e4hnlichen Zustand und schlafen oft dabei ein. Das sind alles Effekte der Entspannung. Ihre \u00dcberzeugung ist, dass beim professionellen Kuscheln nicht der Erfolg, die Ekstase oder die Heilung im Fokus steht, sondern rein das Gl\u00fccksgef\u00fchl, das den Kund:innen zuvor fehlte. Langfristig sieht sie ihre Arbeit als Br\u00fccke zur\u00fcck in ein selbstbestimmtes und vor allem gl\u00fcckliches Leben. Im besten Fall sollen ihre Kund:innen irgendwann nicht mehr auf ihr Angebot angewiesen sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Um dieses Ziel zu erreichen, w\u00fcnscht sie sich, dass Kuschelstunden von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bezahlt werden. Erste Entwicklungen in diese Richtung gab es bereits. \u201eEs war sogar schon mal so, dass Therapeuten ein Attest ausgestellt haben, dass ihre Patienten kuscheln m\u00fcssen und zwar trotz Corona.\u201c Aufseiten der Krankenkassen lehnt man eine \u00dcbernahme der Kosten hingegen ab.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-uagb-info-box uagb-block-e42c3433 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-above-title uagb-infobox-image-valign-top\"><div class=\"uagb-ifb-content\"><div class=\"uagb-ifb-image-content\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Fact-Snack-150x150.png\" width=\"120\" height=\"120\" loading=\"lazy\" \/><\/div><div class=\"uagb-ifb-title-wrap\"><h3 class=\"uagb-ifb-title\">Wer entscheidet \u00fcber die Kosten\u00fcbernahme?<\/h3><\/div><div class=\"uagb-ifb-separator\"><\/div><p class=\"uagb-ifb-desc\">  In Deutschland entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) welche medizinischen Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen \u00fcbernommen werden und welche die Beitragszahler:innen selbst zahlen m\u00fcssen.  <\/p><\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer GBA verf\u00fcgt \u00fcber eine generelle Kompetenz zum Ausschluss oder zur Einschr\u00e4nkung von Leistungen, wenn nach dem allgemeinen Stand der medizinischen Erkenntnis der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit oder die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen sind. Dies trifft im Falle der Kuschler:innen zu, daher werden solche Kosten nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung \u00fcbernommen.\u201c<\/p>\n<cite>Michael Bernatek, Pressereferent AOK-Bundesverband<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Das liegt zum einen daran, dass Kuschler:innen in Deutschland nicht als Therapeut:innen anerkannt sind. Michael Bernatek erkl\u00e4rt, dass Therapeut:innen eine mehrj\u00e4hrige Ausbildung absolvieren m\u00fcssen. Kuschler:innen erf\u00fcllen diese Voraussetzungen nicht und k\u00f6nnen deshalb nicht offiziell als solche gesehen werden. Zum anderen fehlen au\u00dferdem aussagekr\u00e4ftige Studien, die den Nutzen und die Wirksamkeit des Kuschelns best\u00e4tigen. Dass sich an dieser Entscheidung in Zukunft etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte, glaubt Bernatek nicht: \u201eEs ist nicht davon auszugehen, dass solche Leistungen von der gesetzlichen Krankenkasse \u00fcbernommen werden.\u201c Viel mehr k\u00f6nnte er sich vorstellen, dass Kommunen und St\u00e4dte Programme ins Leben rufen, die Angebote wie die der professionellen Kuschler:innen f\u00f6rdern, um die B\u00fcrger:innen vor Einsamkeit zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left has-medium-font-size\"><strong>\u201eEs ist immer wieder spannend!\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Obwohl das professionelle Kuscheln nicht als offizielle Therapie verstanden wird, ist Elisa Meyer sich sicher, dass ihr Beruf Zukunft hat. Sie sagt, immer mehr Menschen leben in Einsamkeit und wom\u00f6glich werden auch immer mehr Menschen ihr Angebot in Anspruch nehmen. Derzeit kuschelt sie pro Woche im Durchschnitt mit vier bis f\u00fcnf Personen, Tendenz steigend. Und auch ihre Begeisterung l\u00e4sst nach den letzten Jahren Kuschelerfahrung nicht nach. \u201eIch habe einfach extrem viel Spa\u00df dabei. Wenn es immer unterschiedliche Leute sind, ist es auch immer abwechselnd. Und das gef\u00e4llt mir an diesem Job, dass es immer wieder spannend ist.\u201c W\u00e4hrend Elisa spricht, sieht man die Begeisterung in ihren Augen. Sie liebt ihren Beruf und sie liebt es, ihren Kund:innen ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern. Mitten im Satz klingelt es. Vor der T\u00fcr steht Elisas erster Kuschelkunde in ihrer eigenen Praxis. Es ist 15 Uhr an einem hei\u00dfen Tag im Juni und trotzdem wird nun gekuschelt. Den Kund:innen ist es egal, wie das Wetter ist, ob es zu hei\u00df oder zu kalt ist, ob an Weihnachten oder eben mitten im Sommer. Elisa sagt, das Bed\u00fcrfnis nach N\u00e4he kennt keine \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde und so wird heute das erste Mal in der kleinen Dachgeschosswohnung gekuschelt. Ein Termin, auf den in den n\u00e4chsten Wochen viele weitere Kuschelsessions folgen sollen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1027\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1027\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00172-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1026\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1026\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00166-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1025\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1025\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/DSC00164-1400x933.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Ab sofort wird hier gekuschelt! Die Leipziger Kuschelpraxis kurz nach Er\u00f6ffnung. \u00a9Kuschelkiste  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einsamkeit hat viele Facetten. Manche Menschen sind unfreiwillig allein, andere haben das Gef\u00fchl, bestehende Beziehungen gen\u00fcgen nicht. Professionelle Kuschler:innen versuchen das zu \u00e4ndern. 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