{"id":378,"date":"2021-07-16T10:56:42","date_gmt":"2021-07-16T08:56:42","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?p=378"},"modified":"2021-07-30T16:51:49","modified_gmt":"2021-07-30T14:51:49","slug":"ein-einsames-semester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/ein-einsames-semester\/","title":{"rendered":"Ein einsames Semester"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Internationale Studierende, die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie f\u00fcr ein Studium nach Deutschland gekommen sind, wurden mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert. Diese Probleme reichten von Einsamkeit bis hin zu finanziellen Sorgen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs war verr\u00fcckt.\u201c So beschreibt Joaqu\u00edn das vergangene Wintersemester. Ein wenig ist ihm die Verzweiflung immer noch anzusehen, w\u00e4hrend er davon erz\u00e4hlt, wie er die zweite Welle der Corona-Pandemie verbracht hat. Schon seine Anreise nach Deutschland bezeichnet er als Odyssee. Darauf folgten finanzielle Sorgen, Einsamkeit und die permanente Angst, sich bei dem Versuch, weniger allein zu sein, mit dem Virus anzustecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 22-j\u00e4hrige Argentinier ist einer von 330.000 internationalen Studierenden, die sich laut einer Umfrage des \u201eDeutschen Akademischen Austauschdienstes\u201c (DAAD) im Wintersemester 2020\/21 durch die Pandemie nicht von einem Studium in Deutschland abhalten lie\u00dfen. Sie gingen das Risiko ein, ein Auslandsstudium zu absolvieren, das aufgrund der Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen wie dem Online-Unterricht und dem einzuhaltenden Abstand zu anderen Personen durch noch gr\u00f6\u00dfere Distanz der Studierenden zu ihrer Gast-Universit\u00e4t gekennzeichnet ist, als normalerweise etwa durch Sprachbarrieren bestehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar liegt die Zahl von internationalen Studierenden etwas \u00fcber der des Vorjahres, allerdings war die Anzahl der internationalen Gast- und Austauschstudierenden um mehr als 50 Prozent geringer als vor der Pandemie. Auch an der Universit\u00e4t Passau, an welcher der Kulturwirtschafts-Student Joaqu\u00edn seit September 2020 ein Auslandsjahr absolviert, war die Zahl an ankommenden internationalen Studierenden im Wintersemester geringer als zuvor, wie Luise Haack vom Akademischen Auslandsamt der Universit\u00e4t best\u00e4tigt. <\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/3hpDx\/5\/\" width=\"652\" height=\"306\" frameborder=\"0\"><\/iframe>\n\n\n\n<h2 class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">Psychische Belastung<\/h2>\n\n\n\n<p>Von sechs Studierenden seiner Heimatuniversit\u00e4t in Buenos Aires, die urspr\u00fcnglich an dem Austauschprogramm teilnehmen wollten, ist Joaqu\u00edn der Einzige, der tats\u00e4chlich nach Deutschland gekommen ist. \u201eIch wusste, es w\u00fcrde anders sein, das Studentenleben ohne Campus, es w\u00fcrde schwieriger werden, andere Studierende kennenzulernen. Aber ich dachte, dass es sich dennoch lohnt\u201c, begr\u00fcndet Joaqu\u00edn seinen Entschluss, das Auslandsjahr nicht zu verschieben oder abzusagen, obwohl schon die Anreise f\u00fcr kurze Zeit unm\u00f6glich schien. Sein Flug von Buenos Aires nach M\u00fcnchen wurde f\u00fcnf Mal abgesagt, was ihm tagelang gro\u00dfe Sorgen bereitete: \u201eJeden Morgen war es die gleiche Geschichte: Dein Abflug ist abgesagt, weil Argentinien ein Risikogebiet ist. Ich dachte: Wie kann ich nach Deutschland kommen, wenn ich keinen Flug habe?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sieht er seine Entscheidung, in Deutschland zu studieren, kritisch. Der Grund f\u00fcr diese Einstellung sind seine Erlebnisse im Winter. Vier Monate verbrachte er fast ausschlie\u00dflich allein in seiner Ein-Zimmer-Wohnung. Durch den Online-Unterricht, die Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen und die Angst, an Corona zu erkranken, fiel es ihm schwer, andere Studierende kennenzulernen: \u201eWenn ich jemanden kennenlernen konnte, blieb immer die Frage: Werde ich COVID bekommen? Kann ich das wirklich machen ohne Risiko? Das war sehr anstrengend, weil ich es brauche, mich mit anderen Menschen zu treffen.\u201c Ein anderer Erasmus-Student erkrankte in dieser Zeit tats\u00e4chlich an Corona. Obwohl Joaqu\u00edn kaum mit den \u00fcbrigen Studierenden in Kontakt kam, versetzte ihn das in Panik. \u201eEs war so eine lange Kette von Leuten, die sich verabredet haben. Ich habe ihn nicht getroffen, aber ich habe jemanden getroffen, der ihn getroffen hat.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich hielt ihn seine Verwirrung \u00fcber die Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen davon ab, die Distanz zu anderen Menschen zu \u00fcberwinden. Ihm fiel es schwer, die richtigen Kan\u00e4le zu finden, um sich \u00fcber die geltenden Ma\u00dfnahmen zu informieren. In einer WhatsApp-Gruppe tauschten sich zwar alle Erasmus-Studierenden und auch einige ihrer deutschen Kommiliton:innen dar\u00fcber aus, jedoch teilten diese auch widerspr\u00fcchliche Informationen. \u201eJemand sagt: Ich glaube, morgen k\u00f6nnen wir uns treffen. Jemand anderer sagt: Nein, das ist nicht erlaubt. Ein dritter meint: Ich denke schon, aber nur zu f\u00fcnft\u201c, beschreibt Joaqu\u00edn leicht ver\u00e4rgert die Diskussionen. Auch von der Universit\u00e4t wurde er, wie alle Studierenden, durch E-Mails \u00fcber die Ma\u00dfnahmen informiert. Allerdings konnte er h\u00e4ufig nicht verstehen, welche davon auf die Infektionslage in Passau zutrafen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die Bestimmung zum Tragen von FFP2-Masken fasste er vollkommen falsch auf, als sie im Januar eingef\u00fchrt wurde. \u201eIch wusste nicht, dass sie nur f\u00fcr Verkehrsmittel galt, ich dachte, dass ich auf der Stra\u00dfe diese FFP2-Maske haben sollte. Und ich hatte keine.\u201c Im Glauben, ohne die Maske nicht auf die Stra\u00dfe gehen zu k\u00f6nnen, blieb er drei Tage lang in seiner Wohnung. Schlie\u00dflich kl\u00e4rten ihn einige Kommiliton:innen \u00fcber die tats\u00e4chlichen Regelungen auf. Er seufzt, als er an diese Zeit zur\u00fcckdenkt. Es ist sichtbar, wie frustrierend und belastend sie f\u00fcr ihn war.   <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Screenshot-1-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3058\" width=\"548\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Screenshot-1-3.png 418w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Screenshot-1-3-300x205.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio aligncenter\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Interview_Joaquin-Audio-geschnitten_02-2.mp3\"><\/audio><figcaption>Joaqu\u00edn beschreibt seine Situation im Winter 2020\/21<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So wie Joaqu\u00edn geht es vielen internationalen Studierenden immer noch. Die psychische Belastung ist laut Luise Haack einer der Hauptgr\u00fcnde, aus denen Studierende das Akademische Auslandsamt der Universit\u00e4t Passau um Unterst\u00fctzung bitten. Besonders intensiv mit den psychischen Problemen internationaler Studierender besch\u00e4ftigt sich Maia Kober. Die Psychologin arbeitet in der Beratungsstelle der Universit\u00e4t Potsdam und betreut internationale Studierende, die Hilfe suchen. Sie best\u00e4tigt, dass die Nachfrage nach Betreuungsterminen seit Beginn der Pandemie stark angestiegen ist und auch weiterhin nicht nachl\u00e4sst. \u201e40 bis 50 Prozent Anstieg beobachten wir\u201c, beschreibt sie die Ver\u00e4nderung der Anzahl an Anfragen, die an die Beratungsstelle gestellt werden. Einsamkeit, wie Joaqu\u00edn sie erlebt hat, ist jedoch nicht nur f\u00fcr internationale Studierende ein Grund, Kobers Beratung in Anspruch zu nehmen. Dieses Problem bemerkt sie genauso bei deutschen Studierenden, die ihre Heimatstadt verlassen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">Finanzielle Sorgen<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eViel h\u00e4ufiger bei internationalen Studierenden zu beobachten sind existentielle Probleme: Die Jobsuche, die Finanzierung des Studiums\u201c, nennt die Psychologin die Anliegen, mit denen ausl\u00e4ndische Studierende zu ihr kommen. Auch ihr Heimweh ist meist viel gr\u00f6\u00dfer als das ihrer deutschen Kommiliton:innen, weil sie weniger oft nach Hause reisen k\u00f6nnen. Durch den Lockdown, der f\u00fcr viele in der Gastronomie arbeitende Studierende den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutete, und die Reisebeschr\u00e4nkungen wurden beide Probleme w\u00e4hrend der Pandemie zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Podcast erz\u00e4hlt Maia Kober von den Schwierigkeiten und psychischen Problemen internationaler Studierender sowie von den Auswirkungen der Pandemie auf ihre Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color is-style-default\" \/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Im Podcast: Psychologin Maia Kober<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio aligncenter\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Podcast-Website.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color\" \/>\n\n\n\n<p>Joaqu\u00edn wurde im Winter ebenfalls mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, allerdings nicht durch den Verlust seiner Arbeit. Als w\u00e4hrend des Lockdowns im Februar in Passau Banken geschlossen waren, konnte er Geld in argentinischer W\u00e4hrung nicht mehr in Euro wechseln. Das war erst in einer Bank in M\u00fcnchen m\u00f6glich, doch der Weg dorthin brachte die Angst mit sich, wegen Missachtung der Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen von der Polizei angehalten zu werden. \u201eWenn mich jemand fragt: Was machst du hier? Hast du einen guten Grund, um nach M\u00fcnchen zu fahren? Ich dachte: Ich habe kein Geld, aber es gibt keinen Schein, es ist kein gesetzlicher Grund\u201c, beschreibt er seine Sorgen. Aufgeregt und hektisch erz\u00e4hlt er davon. Es wird deutlich, wie gro\u00dfen Stress diese Probleme verursachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Um anderen internationalen Studierenden zu helfen, ihr Studium trotz eines fehlenden Arbeitsplatzes zu finanzieren, wurden im Jahr 2020 au\u00dferordentliche Kredite gew\u00e4hrt, beispielsweise von der F\u00f6rderbank \u201eKreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau\u201c, wie Luise Haack erkl\u00e4rt. Auch staatliche Unterst\u00fctzung ist m\u00f6glich: \u201eDie \u00dcberbr\u00fcckungshilfe des Staates steht internationalen Studierenden ebenfalls offen.\u201c Dabei handelt es sich um Zusch\u00fcsse des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung, die bis September 2021 von Studierenden in einer pandemiebedingten Notlage monatlich beantragt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">Erleichterung im Sommer<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein deutlich angenehmeres Auslandsstudium als Joaqu\u00edn erlebt die Spanierin Laia. Im Gegensatz zu ihm hat die 20-j\u00e4hrige ihr Erasmus-Semester im Studiengang Business Administration nicht, wie eigentlich geplant, schon im Wintersemester absolviert, sondern studiert erst seit April 2021 in Passau. Auch wenn sie sich nicht selbst dazu entschlossen hat, den Auslandsaufenthalt zu verschieben, sondern dieser von ihrer mallorquinischen Heimatuniversit\u00e4t abgesagt wurde, ist sie damit trotzdem zufrieden: \u201eObwohl es nicht meine Entscheidung war, ihn abzusagen, denke ich, dass ich ihn abgesagt h\u00e4tte, wenn ich die M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tte, zu w\u00e4hlen.\u201c Ein weiteres Mal wollte sie ihr Auslandssemester allerdings nicht verschieben. \u201eWer wei\u00df, ob die Situation n\u00e4chstes Jahr besser oder schlechter sein wird\u201c, beschreibt sie die Gedanken, die sie im Fr\u00fchling hatte. Zus\u00e4tzlich spielten finanzielle \u00dcberlegungen bei der Entscheidung eine Rolle. Da an ihrer Heimatuniversit\u00e4t nur eine begrenzte Anzahl an Stipendien einer spanischen Bank vergeben werden, hatte sie Angst, im n\u00e4chsten Semester keines mehr zu erhalten. \u201eIch wusste, dass viele Leute ihren Erasmus jetzt abgesagt hatten und sich f\u00fcr das Programm f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr beworben hatten, also w\u00fcrde n\u00e4chstes Jahr vielleicht nicht genug Geld f\u00fcr jeden da sein\u201c, erkl\u00e4rt sie, sichtlich ver\u00e4rgert \u00fcber die Regelungen ihrer Universit\u00e4t. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliche Gedanken wie Laia scheinen auch viele andere internationale Studierende gehabt zu haben. Zwar wurden noch keine genauen Daten zur Anzahl der ausl\u00e4ndischen Studierenden ver\u00f6ffentlicht, die im Sommersemester in Deutschland studieren, jedoch verzeichnete der DAAD schon gegen Ende des Wintersemesters einen starken Anstieg von Bewerbungen internationaler Studierender auf Stipendien f\u00fcr ein Studium in Deutschland. Auch an der Universit\u00e4t Passau ist die Anzahl im Vergleich zum Wintersemester wieder angestiegen: \u201eIm Sommersemester 2021 gibt es genauso viele internationale Studierende wie im Sommersemester 2019\u201c, meint Luise Haack.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vergleich von Laias mit Joaqu\u00edns Erfahrungen zeigt, dass die Entscheidung, erst im Sommersemester ins Ausland zu gehen, vieles erleichterte. Laia ist gl\u00fccklich in Passau, sie lacht viel, als sie von ihrem Studium erz\u00e4hlt. Die Frage, ob sie es bereut, w\u00e4hrend der Pandemie ins Ausland gegangen zu sein, verneint sie, ohne lange zu \u00fcberlegen. Auch sie muss mit Einschr\u00e4nkungen zurechtkommen, diese sind jedoch aufgrund der sinkenden Infektionszahlen deutlich weniger strikt als w\u00e4hrend des Wintersemesters. Deshalb f\u00e4llt es ihr leichter, die durch die Pandemie entstandene Distanz zu \u00fcberbr\u00fccken und andere Studierende kennenzulernen. \u201eEs ist schwierig, aber wenn man Leute treffen will, ist es m\u00f6glich.\u201c Sie profitierte auch von einem Treffen, das von ihrer Gast-Universit\u00e4t organisiert wurde. Dabei wurden jeweils zwei internationale Studierende einander zugeteilt und erhielten die M\u00f6glichkeit in der Stadt spazieren zu gehen. \u201eIch mochte diese Aktivit\u00e4t, weil sie face-to-face stattfand. So konnte ich die andere Person kennenlernen und die Polizei hielt uns nicht auf, weil wir nur zu zweit waren\u201c, erz\u00e4hlt sie fr\u00f6hlich. Laia w\u00fcnscht sich, dass mehr solcher Veranstaltungen organisiert werden, jetzt, da es die verbesserte Corona-Situation wieder erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Luise Haack erkl\u00e4rt, dass das Akademische Auslandsamt bereits einige weitere Angebote bereitstellt, um die Distanz zwischen internationalen und deutschen Studierenden zu verringern: \u201eWir bieten ein Lernpartner-Programm, in dem Muttersprachler:innen und internationale Studierende gematcht werden. Im \u201eInterkulturellen Bewegungsraum\u201c treffen sich Studierende alle zwei Wochen individuell und stellen einzeln L\u00e4nder vor, diskutieren Themen oder spielen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Doch auch Online-Kurse sind f\u00fcr Laia kein gro\u00dfes Problem, im Gegensatz zu Joaqu\u00edn ist es ihr gelungen, sogar durch online stattfindende Treffen im Rahmen der virtuellen Orientierungswoche der Universit\u00e4t andere internationale Studierende kennenzulernen. An Sprachkursen via Zoom teilzunehmen, findet sie aber gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig: \u201eEs ist ein bisschen seltsam, eine Sprache mit einer Person durch Zoom zu lernen, anstatt diese Person direkt vor sich zu haben.&#8220; <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Foto-von-Laia-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3071\" width=\"553\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Foto-von-Laia-1-300x171.png 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Foto-von-Laia-1-768x438.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio aligncenter\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Audio_Interview_mit_Laia-geschnitten-2.wav\"><\/audio><figcaption>Laia erkl\u00e4rt ihre Einstellung zu Online-Kursen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Maia Kober bemerkt ebenfalls, dass sich die Situation der internationalen Studierenden im Vergleich zum Wintersemester ver\u00e4ndert hat. Momentan haben die Studierenden nicht mehr mit existentiellen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen, Probleme im Umgang mit den Online-Veranstaltungen und Konzentrationsschwierigkeiten treten dagegen in den Vordergrund. Au\u00dferdem bringt die lange Dauer der Pandemie neue Anliegen mit sich: Viele Studierende, die durch die Pandemie l\u00e4nger in Deutschland geblieben sind, als sie geplant hatten, weil sie entweder durch die st\u00e4rkere psychische Belastung oder die Schlie\u00dfungen von Archiven und Bibliotheken ihr Studium nicht in der vorgesehenen Zeit abschlie\u00dfen konnten, haben nun Angst, dass ihr Visum nicht verl\u00e4ngert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Joaqu\u00edns Situation hat sich im Sommersemester stark verbessert. Die gelockerten Sicherheitsma\u00dfnahmen erm\u00f6glichen es ihm, genauso wie Laia, sich mit anderen Studierenden zu treffen. Dass er bereits geimpft ist, ist ein zus\u00e4tzlicher Vorteil. \u201eIch glaube, alle diese kleinen Ver\u00e4nderungen machen dieses Semester bequemer f\u00fcr Studierende\u201c, meint er erleichtert. Dennoch \u00fcberwiegen seiner Meinung nach die Nachteile seines Auslandsaufenthaltes, die Erfahrungen im Wintersemester waren zu negativ, die Distanz zu gro\u00df. \u201eIch bin zufrieden, dass ich alles \u00fcberlebt habe, aber ich w\u00fcrde nicht alles nochmal durchmachen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen:<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (2021): \u00dcberbr\u00fcckungshilfe des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). https:\/\/www.\u00fcberbr\u00fcckungshilfe-studierende.de\/start<\/li><li>DAAD (2020): Ausl\u00e4ndische Studierende in Deutschland: Anzahl &amp; Entwicklung.<\/li><li>DAAD (17.12.2020): Auswertung der DAAD-Schnellumfrage zu Einschreibezahlen der internationalen Studierenden im Wintersemester 2020\/21.<\/li><li>DAAD (07.12.2020): DAAD meldet steigende Bewerberzahlen. https:\/\/www.daad.de\/de\/der-daad\/kommunikation-publikationen\/presse\/pressemitteilungen\/bewerbungszahlen\/<\/li><\/ul>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationale Studierende, die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie f\u00fcr ein Studium nach Deutschland gekommen sind, wurden mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert. 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