{"id":1733,"date":"2021-07-16T10:55:16","date_gmt":"2021-07-16T08:55:16","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?p=1733"},"modified":"2024-10-26T15:53:33","modified_gmt":"2024-10-26T13:53:33","slug":"familie-ist-da-wo-liebe-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/familie-ist-da-wo-liebe-ist\/","title":{"rendered":"Familie ist da, wo Liebe ist"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignfull is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:38% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2005-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1746 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2005-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2005-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2005-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2005.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Um Clara herum und \u00fcber den Schultern vieler Leute wehen bunte Flaggen durch die Luft. \u00dcberall sieht sie gr\u00fcne, gelbe, blaue, rote, lilafarbene Kost\u00fcme. Menschen in glitzernden Kleidern mit \u00fcppigen Per\u00fccken und buntem Make Up laufen durch die Stra\u00dfen. Drag Queens. Die findet Clara besonders toll. Zuhause hat sie schon viele Fotos mit Drag Queens, weil sie so begeistert von ihnen ist. Die Stimmung ist ausgelassen, Menschen lachen, singen, feiern. Musik kommt aus allen Richtungen. Pl\u00f6tzlich entdeckt Clara eine Frau mit einem Plakat. Doch das tr\u00e4gt eine andere Aufschrift als die Plakate, die um Clara herum durch die Stra\u00dfen ziehen und f\u00fcr Gleichheit, Freiheit, Familie stehen. Die Frau fordert: Kinder raus aus Regenbogenfamilien. Da rutscht Clara ihr kleines Herz in die Hose. Sie stolpert einen Schritt zur\u00fcck. Instinktiv versteckt sie sich hinter ihren Mamas. Sie will nicht weggenommen werden. Der Gedanke kehrt immer wieder: Ich werde weggenommen. Ich werde jetzt meinen Mamas weggenommen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1913 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Heute schildert Clara Gerlach diese Situation aus ihrer Kindheit etwas distanzierter. \u201eEs gibt immer dumme Situationen oder dumme Spr\u00fcche\u201c, erz\u00e4hlt die 18-J\u00e4hrige. \u201eDa kommt man als Kind auf die wildesten Ideen und fragt sich: Vielleicht werde ich dann auch irgendwann weggenommen? Das waren crazy Gedanken, die mir auch niemand nehmen konnte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Clara ist eins von zirka {tooltip}15.000 Kindern aus Regenbogenfamilien in Deutschland{end-texte}(Stand: 2018, Regenbogenfamilie bezeichnet hier gleichgeschlechtliche Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften){end-tooltip}. In Claras Fall hei\u00dft das: Sie hat zwei M\u00fctter. Regenbogenfamilien k\u00f6nnen allerdings aus den verschiedensten Konstellationen bestehen. Der Definition des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland (LSVD) zufolge bezeichnet dieser Begriff \u201eFamilien, in denen mindestens ein Elternteil {tooltip}lesbisch{end-texte}Als&nbsp;<strong>lesbisch<\/strong>&nbsp;bezeichnen sich Frauen, die sich emotional und\/oder sexuell zu Frauen hingezogen f\u00fchlen.&nbsp;{end-tooltip}, {tooltip}schwul{end-texte}<strong>Schwul&nbsp;<\/strong>sind M\u00e4nner, die sich auf diese Weise zu M\u00e4nnern hingezogen f\u00fchlen.{end-tooltip}, {tooltip}bisexuell{end-texte}Als&nbsp;<strong>bisexuell&nbsp;<\/strong>gelten Menschen, die sich romantisch und\/oder sexuell zu mehreren Geschlechtern hingezogen f\u00fchlen.{end-tooltip}, {tooltip}trans-{end-texte}<strong>Transgeschlechtlich&nbsp;<\/strong>sind Menschen, die sich nicht (nur) mit ihrem angeborenen Geschlecht identifizieren. Transgeschlechtlich sind daher auch Menschen, die geschlechtsangleichende Ma\u00dfnahmen ergreifen.{end-tooltip} bzw. {tooltip}intergeschlechtlich{end-texte}Menschen mit k\u00f6rperlichen Geschlechtsmerkmalen, die sich nicht als nur weiblich oder nur m\u00e4nnlich einordnen lassen, sind&nbsp;<strong>intergeschlechtlich&nbsp;<\/strong>(auch: intersexuell).{end-tooltip} ist\u201c.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Viele Wege zur Regenbogenfamilie<\/h2>\n\n\n\n<p>Claras Eltern bekamen sie durch eine private Samenspende. Auch Insemination genannt, beschreibt die Samenspende dabei eine Methode, bei der die Fremdsamen eines Mannes f\u00fcr die Befruchtung der Eizellen genutzt werden, erkl\u00e4rt Markus Ulrich, Pressesprecher des LSVD. Neben der Insemination haben {tooltip}queere Paare{end-texte}<strong>Queer&nbsp;<\/strong>ist ein \u00dcberbegriff f\u00fcr Menschen mit einer geschlechtlichen Identit\u00e4t und\/oder sexuelle Orientierung nicht der heteronormativen Norm entspricht. Als&nbsp;<strong>heteronormativ<\/strong>&nbsp;bezeichnet man die Weltanschauung, die nur das weibliche und das m\u00e4nnliche Geschlecht anerkennt und als \u201enormal\u201c benennt. Dazu geh\u00f6ren auch sexuelle sowie emotionale Beziehungen zwischen diesen Geschlechtern.{end-tooltip} noch die M\u00f6glichkeit der Adoption oder der Pflegschaft, um eine Regenbogenfamilie zu gr\u00fcnden. Welche dies sind und welche H\u00fcrden damit verbunden sind, erkl\u00e4rt Markus Ulrich im Podcast.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Podcast | Wie gr\u00fcndet man eine Regenbogenfamilie? <\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Zusammenschnitt_Podcast_Anni_WP-Abmischung-1_01.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein langer Weg zum Wunschkind: Clara war mehr als zehn Jahre in Planung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Der Weg zum Wunschkind war f\u00fcr Claras Eltern lang und mit vielen H\u00fcrden verbunden. Bereits zehn Jahre vor Claras Geburt hatten sie einen Spender gefunden \u2013 einen Studienfreund von Claras Mutter. Dieser verstarb allerdings&nbsp;\u00fcberraschend an Krebs.&nbsp;\u201eEs dauert eben doch viel l\u00e4nger, als man denkt, bis man wieder jemanden gefunden hat. Es stellt sich auch die Frage, ob man es \u00fcberhaupt noch einmal probieren will, weil das nat\u00fcrlich ein totaler emotionaler Einschnitt war. \u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1789 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Clara beschreibt ihre Eltern als ihre Felsen in der Brandung und nennt sie Mama und Mami. Von ihren Bekannten kennt sie niemanden, der so viel mit seinen Eltern spricht, wie sie es tut. \u201eWir haben eine sehr enge Verbindung und ein starkes Vertrauensverh\u00e4ltnis.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei macht es f\u00fcr Clara keinen Unterschied, zu welcher ihrer M\u00fctter sie eine biologische Verbindung hat und zu welcher nicht. Wer mit ihr schwanger war, spielt nur eine Rolle, wenn es Gespr\u00e4chsthema ist. Generell haben ihre Eltern ihre Aufgaben immer h\u00e4lftig aufgeteilt, sodass Clara nie das Gef\u00fchl hatte, keine gleichwertigen Elternteile zu haben. Dabei gibt es schon Themen, die sie mit einer Mutter besser besprechen kann als mit der anderen: \u201eAber das ist ja auch typisch Eltern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr biologischer Vater ist seit ihrer Geburt pr\u00e4sent f\u00fcr die Auszubildende. Inwiefern sie Umgang mit ihm haben m\u00f6chte, war schon immer ihre eigene Entscheidung \u2013 auch heute steht sie mit ihm in Kontakt und sieht ihn ein paar Mal im Jahr. In ihrem Leben nimmt er eher die Rolle eines nahen Verwandten ein, Papa w\u00fcrde sie ihn nicht nennen. \u201eManchmal vergesse ich, dass ich einen Vater habe und dass es diese Position in meinem Leben gibt. Meine Moms sind meine Eltern und ich habe nicht das Bed\u00fcrfnis nach mehr\u201c, erkl\u00e4rt Clara. \u201eEs ist trotzdem sch\u00f6n zu wissen, wo ich herkomme und meine biologische Zuordnung zu kennen.\u201c&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1913 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rechtliche Grundlage: Anspr\u00fcche des Kindes an den Erzeuger<\/h2>\n\n\n\n<p>Wei\u00df ein Kind nicht, wer sein Erzeuger oder die leibliche Mutter ist, hat es einen Auskunftsanspruch gegen\u00fcber den Eltern, erkl\u00e4rt Markus Weber, Anwalt f\u00fcr Familien- und Erbrecht. Sollten die Eltern diese Auskunft verweigern, hat das Kind allerdings wenig Handlungsspielraum. \u201eDas Kind h\u00e4tte nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit, die Vaterschaft von sich aus feststellen zu lassen. Das wird oft mit Blick auf Unterhalts- oder Erbanspr\u00fcche gemacht\u201c, so Weber. Wenn die Vaterschaft genetisch festgestellt ist, kann das Kind laut Weber theoretisch versuchen, den Umgang mit dem Vatergerichtlich einzufordern. Wenn dieser sich aber verweigert, hat das Kind keine M\u00f6glichkeit, den Kontakt zu erzwingen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Recht auf Kennenlernen ist ausgeschlossen \u2013 man kann es allerdings theoretisch konstruieren. Dazu k\u00f6nne man Abschnitte aus dem Grundgesetz, der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention oder dem B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch heranziehen, erkl\u00e4rt Weber. Auch hier gilt aber: Verweigert sich eine der beteiligten Personen, kann dieses Recht nicht durchgesetzt werden.&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1864 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31-2.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-08-31-2-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Emotional ganz nah, auf dem Papier noch fern: Clara, das Wunschkind<\/h2>\n\n\n\n<p>Clara war damit f\u00fcr ihre Eltern so nah, so real, wie nie zuvor. Die private Spende hatte geklappt, Claras Mutter war schwanger mit ihr. Nachdem im Februar 2001 das Lebenspartnerschaftsgesetz verabschiedet wurde, stand einer rechtlichen Verbindung der Lebensgef\u00e4hrtinnen nichts mehr im Weg. Der Plan: Claras nicht-leibliche Mutter sollte eine Stiefkind-Adoption durchf\u00fchren. Daf\u00fcr war die eingetragene Lebenspartnerschaft damals eine wichtige Voraussetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist eigentlich total diffus, weil ich ja nicht ansatzweise ein Stiefkind bin, sondern einfach ein Kind, was zu der einen Person keine biologische Verbindung hat\u201c, erz\u00e4hlt Clara. Bei einem heterosexuellen Paar sei das \u00fcberhaupt keine Frage \u2013 wenn der Partner die Vaterschaft anerkenne, w\u00e4re das sein Kind, so die 18-J\u00e4hrige. \u201eUnd zu meinen Eltern kam das Jugendamt nachhause.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Damit schien der Traum von einer gleichwertigen Familie pl\u00f6tzlich doch wieder weit entfernt. Claras Eltern wurden im weiteren Verlauf mehrfach von Jugendamtmitarbeiter:innen besucht und mussten unter anderem Motivationsschreiben anfertigen, erkl\u00e4rt die Auszubildende: \u201eEs sind so dreiste Sachen, die da ablaufen. Allein die Vorstellung, wie gemein und wahnsinnig dem\u00fctigend das gewesen sein muss, macht mich w\u00fctend.\u201c Vor allem schockiert sie, was ihre Mutter bei den zust\u00e4ndigen Stellen vorlegen musste und sich regelrecht f\u00fcr ihre Elternschaft bewerben musste.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1913 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>\u201eDieses Kind, was in die Welt gesetzt wird, ist lange geplant, weil du es nicht einfach so zeugen kannst. Du musst dir \u00fcberlegen, wie du es zeugen willst \u2013 da gibt es super viele M\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4rt Clara. Ihre Stimme wird lauter, w\u00e4hrend sie diesen Prozess beschreibt; sie sch\u00fcttelt oft den Kopf. \u201eWenn du dich f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Befruchtung entscheiden musst, hast du eventuell tausende von Euros ausgegeben. Oft funktioniert es auch leider nicht auf das erste Mal. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck musst du haben, wenn es direkt klappt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dass ihre Eltern zus\u00e4tzlich zu diesem emotionalen Stress bis zur gegl\u00fcckten Schwangerschaft und Geburt diesen Adoptionsprozess vollziehen mussten, war f\u00fcr Clara lange unvorstellbar: \u201eEinem dann auch noch so etwas anzutun! Das finde ich heftig.\u201c&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1860 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Lange konnte sie sich das Ausma\u00df dieses Prozesses nicht vorstellen. \u201eIch dachte, dass bei Einzelf\u00e4llen st\u00e4rker hingeschaut wird und dass es das bei Hetero-Paaren auch gibt. Aber da gibt es das nur in den gr\u00f6\u00dften Notf\u00e4llen\u201c, erz\u00e4hlt die 18-J\u00e4hrige. Ihr Blick senkt sich, sie sch\u00fcttelt entschieden mit dem Kopf. \u201eDirekt vom Schlimmsten auszugehen und erst einmal zu testen, ob sie eigentlich als Eltern taugen, anstatt an den Punkten zu gucken, wo es wirklich hakt in der Gesellschaft \u2013 das verstehe ich nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Den meisten Berater:innen ist laut Clara selbst peinlich, diese Fragen zu stellen. Fragen zum Sexleben der Paare \u2013 wie oft, wie, was. Wie viel sie streiten und wor\u00fcber. \u201eDas sind einfach Dinge, die mit dem Kind absolut nichts zu tun haben.\u201c Clara atmet frustriert aus und scheint nach den richtigen Worten zu suchen.&nbsp;&nbsp;\u201eEs ist v\u00f6llig sinnfrei. V\u00f6llig sinnfrei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als Clara zum ersten Mal von dem Adoptionsprozess und den Jugendamtsbesuchen erz\u00e4hlt wurde, hat sie zum ersten Mal verstanden, wie sehr ihre Eltern f\u00fcr ihre Familie k\u00e4mpfen mussten: \u201eAls Kind fragst du dich dann, was denn mit deinen Eltern ist. Irgendwann verstehst du dann, dass das alles nur passiert, weil wir nicht der Norm entsprechen.\u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welten entfernt: Rechtsgrundlage und tats\u00e4chliche Umsetzung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Grunds\u00e4tzlich sind die Regelungen zu Abstammung, Adoption und \u00c4hnlichem in den letzten Jahren liberalisiert worden. \u201eDie Ausgestaltung ist aber in meiner Wahrnehmung immer noch sehr heterogen\u201c, erkl\u00e4rt Martin Weber. Er hat bisher 15 bis 20 queere Elternschaften mit unterschiedlichen Konstellationen begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Eindruck ist, dass relevante Stellen bei heterosexuellen Paaren eher mal ein Auge zudr\u00fccken und die Beurteilung homosexueller Paare genauer sowie auf der Basis von Vorurteilen geschieht. \u201eMir f\u00e4llt auf, dass man bei vielen Konstellationen \u00f6fter fragt, wie die Lebensverh\u00e4ltnisse sind, wie man die Abende gestaltet und ob man viel weg geht\u201c, erkl\u00e4rt Weber. \u201eDas w\u00fcrde man sich bei heterosexuellen Paaren nicht fragen trauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich betreute der Anwalt ein lesbisches Paar, das eine Stiefkind-Adoption durchf\u00fchren wollte. \u201eDa wurde tats\u00e4chlich in Frage gestellt, ob das f\u00fcr das Kind zumutbar w\u00e4re. Das fand ich ziemlich grob \u2013 ob es denn zumutbar w\u00e4re, mit zwei M\u00fcttern aufzuwachsen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote is-style-default has-border-color\" style=\"border-color:#2eb8d8\"><blockquote><p>&#8222;Das w\u00fcrde man sich bei heterosexuellen Paaren nicht fragen trauen.&#8220;<\/p><cite>Martin Weber<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Rein rechtlich ist die Situation f\u00fcr queere Konstellationen laut Weber seit der Einf\u00fchrung der Ehe f\u00fcr alle sehr liberal. Zumindest in der Theorie gelten damit die gleichen Grunds\u00e4tze f\u00fcr hetero- und homosexuelle Paare. Insofern sind Insemination, Adoption eines nicht-leiblichen Kindes, Auslandsadoption, Stiefkind-Adoption, Sukzessiv-Adoption und Pflegschaft prinzipiell den gleichen Grunds\u00e4tzen unterworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Ehe f\u00fcr alle hat sich vor allem f\u00fcr lesbische Paare die Insemination stark ge\u00f6ffnet. Bei einer privaten Samenspende muss ein Kind, das in eine lesbische Ehe hineingeboren wird, laut Weber nicht zus\u00e4tzlich adoptiert werden. Dem zugrunde liegt der rechtlich gesch\u00fctzte Raum der Ehe, wie er auch bei heterosexuellen Paaren gilt: \u201eDas Kind wird in die Ehe hineingeboren und deswegen sollen auch die unmittelbar Beteiligten Eltern werden.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:34% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1801 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37-2.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/PHOTO-2021-06-27-10-09-37-2-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Familie ist da, wo Liebe ist&#8220; <\/h2>\n\n\n\n<p>Mit ihrer Familienkonstellation sind Claras Eltern schon immer offen umgegangen; haben von Anfang an gesagt: Du hast zwei Mamas, nicht alle haben zwei Mamas \u2013 aber das ist auch normal und auch wir sind nur eine Familie. Deswegen ist auch Clara immer sehr offen mit ihrer Familienform umgegangen: \u201eWir sind anders, aber so ist es halt. Das ist auch cool und funktioniert genauso.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Familie ist schon immer ein zentraler Teil von Claras Leben. \u201eDer Satz, der mich zu dem Thema am meisten gepr\u00e4gt hat, war: Familie ist da, wo Kinder sind und Familie ist da, wo Liebe ist\u201c, erz\u00e4hlt die 18-J\u00e4hrige. F\u00fcr sie ist das ein sehr breit gefasstes Wort. \u201eEs gibt da ja die wildesten Konstellationen. Ich bin auch froh dar\u00fcber, dass es sie mittlerweile gibt, man sie sehen kann und sie nicht komplett verheimlicht werden m\u00fcssen. Zumindest nicht in Deutschland.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-css-opacity has-background\" style=\"background-color:#2eb8d8;color:#2eb8d8\" \/>\n\n\n\n<p>Nicht alle Familien sind so gl\u00fccklich, wie die von Clara. Was Familien zerrei\u00dfen kann und wie damit umgegangen wird &#8211; dar\u00fcber schreibt Lucia Br\u00fccklmayr. <a href=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wenn-die-familienharmonie-verklingt\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wenn-die-familienharmonie-verklingt\/\">Klicken Sie hier, um zum Text zu gelangen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-css-opacity has-background\" style=\"background-color:#2eb8d8;color:#2eb8d8\" \/>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Im Fokus: Das Kindeswohl<\/h2>\n\n\n\n<p>In Ungarn ist die Lage da eine andere. Am 8. Juli 2021 wurde dort trotz nationaler und internationaler Kritik ein Gesetz zur Beschr\u00e4nkung der Information \u00fcber Homo- und Transsexualit\u00e4t verabschiedet. Demnach sollen nun B\u00fccher oder Filme dazu nur ab 18 Jahren zug\u00e4nglich sein. Au\u00dferdem sollen Filme zu diesen Thematiken nur au\u00dferhalb der Hauptsendezeiten gezeigt werden. Zudem verbietet das Gesetz beispielsweise Bildungsprogramme oder Solidarit\u00e4tsbekundungen mit homo- und transsexuellen Menschen. Die offizielle Begr\u00fcndung des Gesetzes ist der Schutz von Kindern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das sorgt auch in Deutschland f\u00fcr Besorgnis. \u201eSolche Nachrichten sind total heftig f\u00fcr meine Eltern\u201c, erz\u00e4hlt Clara. Auch Wut, Angst und Frustration machen sich breit. Dabei ist f\u00fcr sie v\u00f6llig egal, ob man sich als heterosexuell bezeichnet oder nicht. Daher hofft die 18-J\u00e4hrige, dass auch viele andere schockiert dar\u00fcber sind. \u201eEs ist einfach gruselig, dass so etwas in der EU passieren kann.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Studien legen dabei nahe, dass Clara mit ihren positiven Kindheitserfahrungen kein Einzelfall ist. 2017 analysierten Wissenschaftler:innen der Cornell Universit\u00e4t 79 internationale Studien zum Wohlbefinden von Kindern schwuler oder lesbischer Eltern. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass 75 dieser Studien belegten, dass es Kindern aus Regenbogenfamilien nicht schlechter geht als anderen Kindern. Die vier \u00fcbrigen Studien wurden von den Wissenschaftler:innen skeptisch gesehen, da die Stichproben \u00fcberwiegend aus Kindern bestanden, die unter famili\u00e4ren Trennungen litten. Demnach lautete das Fazit der Studie: \u201eDiese Forschung bildet einen \u00fcberw\u00e4ltigenden wissenschaftlichen Konsens dar\u00fcber ab [\u2026], dass ein schwules oder lesbisches Elternteil den Kindern nicht schadet.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:34% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2012-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1906 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2012-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2012-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2012-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2012.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eDie Welt retten \u2013 wenigstens so ein bisschen\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei Claras Eltern hat letzten Endes alles geklappt: Sie konnten ihr lange ersehntes Wunschkind bekommen, die Stiefkind-Adoption hat funktioniert. Clara ist mittlerweile 18 Jahre alt, macht eine Ausbildung und tr\u00e4umt davon, irgendwann eine Schule oder Akademie zu er\u00f6ffnen, an der Schulabschl\u00fcsse und Ausbildungen aus anderen L\u00e4ndern in Deutschland anerkannt werden. Generell ist Clara \u201eabsolut pro Welt retten\u201c und setzt sich f\u00fcr viele politische Themen ein \u2013 darunter Klimaschutz, Gefl\u00fcchteten-Themen und auch Rechte der {tooltip}LSBTIQ+{end-texte}Der \u00dcberbegriff f\u00fcr verschiedene Orientierungen und Identit\u00e4ten ist\u00a0<strong>LSBT\u00a0<\/strong>&#8211; lesbisch, schwul, bisexuell und trans*. Es gibt mehrere Varianten dieses Akronyms. Oft wir noch ein\u00a0<strong>Q\u00a0<\/strong>f\u00fcr\u00a0<strong>queer<\/strong>\u00a0oder\u00a0<strong>questioning<\/strong>(hinterfragend) und\/oder ein\u00a0<strong>+<\/strong>\u00a0angeh\u00e4ngt. Letzteres signalisiert die Inklusion von allen Orientierungen und Identit\u00e4ten. Eine weitere g\u00e4ngige Bezeichnung ist die englische Version\u00a0<strong>LGBTQ+\u00a0<\/strong>(lesbian, gay, bi, trans, queer\/questioning).{end-tooltip} Community. \u201eIch glaube, dass ich das auch von meinen Eltern habe. Diesen Tatendrang, irgendetwas Gutes zu machen. Die Welt retten, wenigstens so ein bisschen.\u201c So hat einer ihrer M\u00fctter den Verein \u201eLes Mamas\u201c (Lesbische Mamas) gegr\u00fcndet \u2013 einen Verein f\u00fcr lesbische M\u00fctter mit Kinderwunsch oder mit Kindern. Claras andere Mutter hat vor einigen Jahren angefangen, ein Regenbogen-Familienzentrum in M\u00fcnchen aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Tatendrang, ihr Wissen und ihre Erfahrungen nutzt Clara auch in Unterhaltungen und Diskussionen im privaten Bereich zur Aufkl\u00e4rung: \u201eDie meisten Leute verstehen schon mehr von meiner Situation oder gleichgeschlechtlichen Paaren, wenn sie mir einfach zuh\u00f6ren oder mich kennenlernen und sehen: Aus mir ist auch was geworden. Ich bin kein Sozialfall oder musste in Therapie, weil meine Eltern mich sexualisiert h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Clara ist eine soziale Person, kennt viele Leute, ist gerne unter Menschen \u2013 und ist gl\u00fccklich \u00fcber ihren \u201ebunten Freundeskreis\u201c. Generell bewegt sich die Auszubildende in einem Bekanntenkreis, in dem sie sich nicht st\u00e4ndig erkl\u00e4ren muss. \u201eIch hatte immer sehr viel Gl\u00fcck, was mein Umfeld angeht. Ich sch\u00e4tze mich schon als jemand ein, der eine recht gute Menschenkenntnis hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie kann daher recht schnell einsch\u00e4tzen, ob sie mit ihrer Geschichte sicher ist und mit wem sie etwas zu tun haben will. \u201eDu bist von meiner Liste als Mensch f\u00fcr mein Leben weg, wenn du ein Problem mit meiner Situation hast. Mir ist dabei auch v\u00f6llig egal, ob du das komisch findest \u2013 das bezieht sich nicht nur auf meine Eltern. Ich finde dich dann allgemein als Person nicht mehr so cool.\u201c Damit h\u00e4lt Clara bewusst Abstand zu Menschen, mit deren Werten sie sich nicht identifizieren kann.&nbsp;Das ist f\u00fcr sie nicht immer einfach. Von ihren Eltern hat sie allerdings gelernt, dass sie sich auch mit Menschen verstehen kann, mit denen sie eigentlich nichts zu tun haben sollte: \u201eIch wei\u00df, dass ich eigentlich mit solchen Personen klarkommen kann, weil ich f\u00fcr mich irgendwie Kompromisse finden kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Doch eben dieser Mittelweg f\u00e4llt ihr sehr schwer, erkl\u00e4rt sie. Je n\u00e4her ihr eine Person emotional kommt, desto weniger kann sie solche Kompromisse mit sich vereinbaren. \u201eBis zu Freunden kann ich das noch unterteilen und auseinanderziehen. Aber sobald es um eine richtig enge Kontaktperson oder eine Beziehung geht, keine Chance. Das k\u00f6nnte ich mit mir nicht vereinbaren und das will ich meinen Eltern auch nicht antun.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten wissen mittlerweile, dass man bei bestimmten Themen nicht mit ihr diskutieren kann, erkl\u00e4rt die Auszubildende:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote has-border-color\" style=\"border-color:#2eb8d8\"><blockquote><p>&#8222;Wenn man mir ernsthaft ins Gesicht sagen kann: Ich finde es nicht richtig, dass zwei Frauen heiraten k\u00f6nnen &#8211; dann musst du halt erwarten, dass du dir von mir was anh\u00f6ren kannst, denn du stellst damit auch meine Existenz infrage.&#8220;<\/p><cite>Clara Gerlach<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Was Clara bestimmten Vorurteilen entgegnen w\u00fcrde, ist im Format &#8222;5 Vorurteile &#8211; 5 Antworten&#8220; zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"5 Vorurteile, 5 Antworten - mit Clara, einem Kind lesbischer Eltern (JMC 2021)\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6tQltB4ty5o?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-css-opacity has-background\" style=\"background-color:#fecb49;color:#fecb49\" \/>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Blick in die Zukunft: Wie soll es weiter gehen?<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns alignfull is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/profil-martin-weber-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1956\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/profil-martin-weber-1.jpg 500w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/profil-martin-weber-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/profil-martin-weber-1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Martin Weber (Bild: Weber &amp; Dekena Rechtsanw\u00e4lte Passau)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1955\" style=\"height:500px\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-1024x1024.png 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-300x300.png 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-150x150.png 150w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-768x768.png 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-1536x1536.png 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-2048x2048.png 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-700x700.png 700w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Clara-Gerlach_Transkript-1400x1400.png 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Clara Gerlach (Bild: Annette Benner)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1954\" style=\"height:500px\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-700x700.jpg 700w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/LSVD_Markus_Ulrich__2_-1-1400x1400.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Markus Ulrich (Bild: Carl Kadatz via LSVD)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"106\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Weiss-03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1913 size-full\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Martin Weber zur rechtlichen Grundlage und tats\u00e4chlichen Auslegung des Familien- und Abstammungsrechts bezogen auf Regenbogenfamilien:<\/h5>\n\n\n\n<p>\u201eIch denke, das Ganze wird sich erst mit einem gesellschaftlichen Wandel regeln. Erst wenn die Queerheit normal wird \u2013 und das ist sie noch nicht \u2013 erst, wenn man nicht mehr dar\u00fcber reden muss und erst wenn v\u00f6llig klar ist, dass das absolut normale Konstellationen sind. Erst, wenn wir nicht mehr mit Fahnen durch die Gegend laufen m\u00fcssen, weil es nicht mehr notwendig ist und es sich eingeb\u00fcrgert hat. Erst ab dem Punkt werden wir so weit sein, dass das nach gleichen Kriterien geht. Das hat nichts mit den rechtlichen Kategorien zu tun, sondern sehr viel mit Voreingenommenheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Clara Gerlach zu ihren W\u00fcnschen f\u00fcr die Zukunft von Regenbogenfamilien: <\/h5>\n\n\n\n<p>\u201eSchon klar: Es entspricht nicht der Norm, nicht die Mehrzahl der Leute in der Gesellschaft sind gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch oder bereits Kindern in der Familie. Ich w\u00fcnsche mir einfach keine Nachteile f\u00fcr diese Familien und keine Disharmonien gegen\u00fcber anderen Familienbildern. Ich glaube einfach, dass es nicht so ein Thema sein muss. Ich w\u00fcnsche mir einfach, dass es irgendwann kein Thema sein muss &#8211; dass ich nicht mehr hier sitzen, dar\u00fcber erz\u00e4hlen und sagen muss: Hey, das ist was Normales, ich bin gut aufgewachsen, meine Eltern lieben sich, das funktioniert. Ich w\u00fcnsche mir, dass das einfach irgendwann zur Normalit\u00e4t wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Markus Ulrich dazu, was gesellschaftlich, politisch und \u00fcberhaupt noch f\u00fcr Regenbogenfamilien passieren muss:<\/h5>\n\n\n\n<p>\u201eDie gro\u00dfe Frage ist im Endeffekt: Wie sieht Familie aus, wer ist Familie? Sind alle Familien gleich wert? Sind alle Kinder gleich viel wert oder diskriminiert man sie aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern? Ich glaube, da m\u00fcssen sich einfach nochmal Sachen tun, gerade auch innerhalb der Union. [\u2026] Insofern muss sich einfach tats\u00e4chlich die Erkenntnis durchsetzen, und das ist leichter gesagt als getan, dass Familie vielf\u00e4ltig ist und dass man im Endeffekt mit der Diskriminierung der Eltern auch den Kindern schadet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-css-opacity has-background\" style=\"background-color:#fecb49;color:#fecb49\" \/>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:42% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2019-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1829 size-full\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2019-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2019-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2019-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/CSD-2019.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left\">Endstation: Normalit\u00e4t von bunten Familienkonstellationen \u2013 Ankunftszeitpunkt: Ungewiss&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch heute noch geh\u00f6ren Demonstrationen wie der Christopher Street Day zu den j\u00e4hrlichen Highlights in Claras Leben. Wenn sie jetzt zu solchen Veranstaltungen geht, wehen immer noch bunte Flaggen durch die Luft und \u00fcber den Schultern mancher Menschen. Viele tragen Kleidung in allen Farben des Regenbogens. Die Stimmung ist ausgelassen, Menschen lachen und singen und halten sich an den H\u00e4nden und feiern. Heute hat sie keine Angst mehr, ihren Eltern weggenommen zu werden, wenn sie Gegendemonstrationen begegnet. Sie steht jetzt neben ihren Mamas, umringt von ihren Freund:innen und von Familie, und packt selbst mit an. \u201eDamit es einfach irgendwann zur Normalit\u00e4t wird.\u201c&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Externe Quellen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/service\/publikationen\/familie-heute-daten-fakten-trends-&nbsp;familienreport-2020-163110<\/li>\n\n\n\n<li>https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/mannheim\/20-jahre-&nbsp;lebenspartnerschaftsgesetz-100.html<\/li>\n\n\n\n<li>https:\/\/whatweknow.inequality.cornell.edu\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/PDF-Parenting- wellbeing-1.pdf<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ungarn-homosexualitaet-103.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ungarn-homosexualitaet-103.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-07\/ungarn-homosexuellen-gesetz-verabschiedung-umstritten-kritik-eu?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-07\/ungarn-homosexuellen-gesetz-verabschiedung-umstritten-kritik-eu?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-07\/ungarn-homosexuellen-gesetz-verabschiedung-umstritten-kritik-eu?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.regenbogenportal.de\/informationen\/sexuelle-orientierung\">https:\/\/www.regenbogenportal.de\/informationen\/sexuelle-orientierung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.regenbogenportal.de\/informationen\/inter-was\">https:\/\/www.regenbogenportal.de\/informationen\/inter-was<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.br.de\/puls\/themen\/leben\/transgender-begriffe-und-formulierungen-100.html\">https:\/\/www.br.de\/puls\/themen\/leben\/transgender-begriffe-und-formulierungen-100.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/woerterbuch\/queer\">https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/woerterbuch\/queer<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.dji.de\/themen\/queere-jugend\/glossar.html\">https:\/\/www.dji.de\/themen\/queere-jugend\/glossar.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bildquellen (falls nicht im Artikel anders vermerkt): Clara Gerlach<\/p>\n\n\n\n<p>Musik im Video &#8222;5 Vorurteile, 5 Antworten&#8220;: <a href=\"http:\/\/www.musicfox.com\" data-type=\"URL\" data-id=\"www.musicfox.com\">Musicfox<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Claras Eltern sind liebevoll, unterst\u00fctzen sie, geben ihr Kraft &#8211; und sind lesbisch. Erlebt sie deswegen Distanz? <\/p>\n","protected":false},"author":423,"featured_media":2640,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beziehungen"],"acf":[],"pbg_featured_image_src":{"full":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2.jpg",1920,1440,false],"thumbnail":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-300x225.jpg",300,225,true],"medium_large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-768x576.jpg",768,576,true],"large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1024x768.jpg",960,720,true],"1536x1536":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1536x1152.jpg",1536,1152,true],"2048x2048":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2.jpg",1920,1440,false],"quadro-sq-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-700x700.jpg",700,700,true],"quadro-med-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-700x507.jpg",700,507,true],"quadro-full-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1400x1050.jpg",1400,1050,true]},"pbg_author_info":{"display_name":"Annette Benner","author_link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/author\/benner02\/","author_img":"<img alt='Annette Benner' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/6aff8b1c689e43d766de25556db74592240ec7200e298ea33610f978899201c8?s=128&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/6aff8b1c689e43d766de25556db74592240ec7200e298ea33610f978899201c8?s=256&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-128 photo' height='128' width='128' loading='lazy' decoding='async'\/>"},"pbg_comment_info":" No Comments","pbg_excerpt":"Claras Eltern sind liebevoll, unterst\u00fctzen sie, geben ihr Kraft - und sind lesbisch. Erlebt sie deswegen Distanz?","uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2.jpg",1920,1440,false],"thumbnail":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-300x225.jpg",300,225,true],"medium_large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-768x576.jpg",768,576,true],"large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1024x768.jpg",960,720,true],"1536x1536":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1536x1152.jpg",1536,1152,true],"2048x2048":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2.jpg",1920,1440,false],"quadro-sq-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-700x700.jpg",700,700,true],"quadro-med-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-700x507.jpg",700,507,true],"quadro-full-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/cheng-qi-huang-L58875oF03w-unsplash-2-1400x1050.jpg",1400,1050,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"Annette Benner","author_link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/author\/benner02\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Claras Eltern sind liebevoll, unterst\u00fctzen sie, geben ihr Kraft - und sind lesbisch. Erlebt sie deswegen Distanz?","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/423"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1733"}],"version-history":[{"count":82,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4278,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1733\/revisions\/4278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}