{"id":1098,"date":"2021-07-15T20:19:55","date_gmt":"2021-07-15T18:19:55","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?p=1098"},"modified":"2021-07-29T22:57:33","modified_gmt":"2021-07-29T20:57:33","slug":"distanz-als-befreiung-wenn-corona-beschraenkungen-zur-wohltat-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/distanz-als-befreiung-wenn-corona-beschraenkungen-zur-wohltat-werden\/","title":{"rendered":"Distanz als Befreiung"},"content":{"rendered":"\n<p>W\u00e4hrend sich nach \u00fcber einem Jahr Corona-Pandemie viele Menschen nach Normalit\u00e4t sehnen, nach Reisen, Tanzen, gemeinschaftlichem Arbeiten und danach, einander endlich wieder nah zu sein, m\u00f6chte Silke Wanninger-Bachem, dass alles so eingeschr\u00e4nkt bleibt, wie es vor Kurzem noch war. Sie lebt mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung \u2013 einer neurologischen Entwicklungsst\u00f6rung, die dazu f\u00fchrt, dass sie die Welt um sich herum in vielfacher Intensit\u00e4t wahrnimmt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color is-style-default\" \/>\n\n\n\n<p>\u201eAm Anfang war da vor allem die Freude, keine H\u00e4nde mehr sch\u00fctteln zu m\u00fcssen und keine Leute mehr in meiner N\u00e4he ertragen zu m\u00fcssen\u201c, erinnert sich Silke Wanninger-Bachem an den Tag, als die Bundesregierung im M\u00e4rz 2020 Kontaktbeschr\u00e4nkungen verordnet. \u201eDieses Abstandhalten ist f\u00fcr mich eine enorme Erleichterung. Ich hoffe ja, dass es so bleibt.\u201c Wenn die 56-J\u00e4hrige spricht, schaut sie einem kaum in die Augen. Stattdessen blickt sie fokussiert auf einen Punkt und spricht konzentriert, als gebe sie sich M\u00fche, sich von nichts ablenken zu lassen. Viel Ablenkung gibt es nicht, dort wo sie wohnt. Abseits der Zivilisation auf einem Hof s\u00fcdlich von Regensburg riecht die Luft nach Sommer. Lediglich das Brummen des Getreidesilos vom Nachbarhof durchdringt die Stille, \u00fcberlagert hin und wieder von aufgeregtem Vogelgezwitscher. Kein Windhauch lockert die dr\u00fcckende Hitze. Inmitten der Idylle ihres bl\u00fchenden Gartens f\u00fcttert Silke Wanninger-Bachem Erdbeerstr\u00fcnke an ihre H\u00fchner. \u201eDas sind Marans. Die legen ganz braune Eier \u2013 so richtige Schokoeier.\u201c Sie ist eine Frau mit einem freundlichen Gesicht. Ihre dunkelblonden Haare hat sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. In die Stirn f\u00e4llt ihr ein gerade geschnittener Pony. Sie tr\u00e4gt ein blaues T-Shirt und einen Bl\u00fcmchenrock. Dazu gr\u00fcne Crocs. \u201eIch wollte schon immer auf einem Bauernhof leben, einen Teich und ein Gew\u00e4chshaus haben\u201c, erz\u00e4hlt die geb\u00fcrtige M\u00fcnchnerin. Als sie sieben Jahre nach der Scheidung ihrer ersten Ehe ihren zweiten Mann kennenlernt, geht dieser Traum in Erf\u00fcllung. \u201eDas war einfach das Beste, was mir je passiert ist\u201c, sagt sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Jahrelang hatte sich Silke Wanninger-Bachem anders gef\u00fchlt. Mit der Organisation ihres ersten Studiums \u00fcberfordert, kommt ihr die Nische des Kinderkriegens gelegen. Bei zwei ihrer drei Kinder wird sp\u00e4ter eine Hochbegabung diagnostiziert, bei einem Kind eine Autismus-Spektrum-St\u00f6rung. Es folgen eine abgebrochene Erzieherinnenausbildung, eine Umschulung zur Steuerfachangestellten, verschiedene Stellen in Steuerb\u00fcros, die Scheidung von ihrem Mann. Als sie ihren heutigen Ehemann kennenlernt, zieht sie mit ihren Kindern zu ihm aufs Land. Drei Mal in der Woche f\u00e4hrt sie ihre Tochter und ihren Sohn f\u00fcr deren Fr\u00fchstudium an die Universit\u00e4t in Regensburg. Als es im Winter zu kalt wird, um im Auto zu warten, setzt sie sich selbst in eine Vorlesung. Kurze Zeit sp\u00e4ter schreibt sie sich f\u00fcr Erziehungswissenschaften ein und schlie\u00dft nach vier Semestern berufsbegleitendem Studium ihren Bachelor ab. Gleich im Anschluss beginnt sie einen Master in E-Education an der Fernuni Hagen und nimmt einen neuen Job als Verwaltungsangestellte bei der Katholischen Jugendf\u00fcrsorge an, eine Einrichtung, die sich unter anderem um die Unterbringung unbegleiteter minderj\u00e4hriger Fl\u00fcchtlinge k\u00fcmmert. Es ist 2015 \u2013 das Jahr der Einwanderungswelle. F\u00fcr Silke Wanninger-Bachem bedeutet das: mehr Stunden, weniger Ruhe, purer Stress. Eine Zeit, \u00fcber die sie sp\u00e4ter auf ihrem Blog schreiben wird:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default\">\n<p><span class=\"tadv-color\" style=\"color: #fed16b\">&#8222;Warum bedeutet eine mit den Kollegen verbrachte Mittagspause so viel Stress f\u00fcr mich, dass ich danach absurderweise erstmal eine l\u00e4ngere Pause brauche? <\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Nach nur sechs Wochen in der neuen Stelle bricht sie zusammen. Das ist nicht das erste Mal. Jahrelang litt sie unter Depressionen, nahm an Therapien und Rehas teil, aus denen sie jedes Mal kr\u00e4nker herausging als sie hineingegangen war. Einen Verdacht auf Autismus haben sowohl ihr Mann als auch ihre beste Freundin zu diesem Zeitpunkt schon ge\u00e4u\u00dfert. Trotzdem str\u00e4ubt sich Silke Wanninger-Bachem lange gegen den Gedanken, autistisch zu sein. \u201eDie einzige Person, die ich damals mit dieser Diagnose kannte, war mein Sohn. Ich dachte: Wenn das Autismus ist, kann das bei mir nicht das Gleiche sein\u201c, erinnert sie sich.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"858\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-858x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3066\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-858x1024.jpg 858w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-251x300.jpg 251w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-768x917.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-1287x1536.jpg 1287w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-1716x2048.jpg 1716w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Selfie_Wanninger-Bachem-2-1400x1671.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 858px) 100vw, 858px\" \/><figcaption>Silke Wanninger-Bachem<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Als sie nach dem Zusammenbruch eine au\u00dfenstehende Person als autistisch bezeichnet, vereinbart Silke Wanninger-Bachem einen Termin bei der Autismus-Diagnostik. Noch in das psychologische Abschlussgespr\u00e4ch sei sie mit der Hoffnung gegangen, sie k\u00f6nne etwas Anderes haben \u2013 etwas, wof\u00fcr es Therapien und Medikamente gibt. \u201eMein lebenslanges Ziel war es ja einfach nur normal zu werden\u201c, sagt sie r\u00fcckblickend. An diesem Tag, drei Jahre sp\u00e4ter als ihr Sohn, erh\u00e4lt sie die Diagnose Asperger-Autismus. Die bringt erst Fassungslosigkeit, dann Klarheit. Aber auch einen langen Kampf um ihren Platz in der Arbeitswelt. Denn in ihren Job bei der Erstaufnahmestelle kann sie nicht zur\u00fcckkehren. Ihr Vertrag werde sowieso nicht verl\u00e4ngert, hei\u00dft es. Man habe sie ja schlie\u00dflich nicht als Autistin eingestellt. \u201eDen Satz vergesse ich nicht mehr\u201c, sagt Silke Wanninger-Bachem. \u201eGenauso wie die Empfehlung, ich solle mir als N\u00e4chstes eine Stelle suchen, wo ich nichts mit Menschen zu tun haben muss.\u201c<\/p>\n\n\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><span style=\"color:#fed16b\" class=\"tadv-color\">\u201eWarum konnte ich zeitlebens nicht Vollzeit arbeiten gehen, ohne binnen k\u00fcrzester Zeit krank zu werden?\u201c<\/span><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Kurz nach der Diagnose beginnt sie, auf ihrem Blog \u00fcber die eigenen Erfahrungen zu schreiben. Ihr Masterstudium pausiert zu dieser Zeit \u2013 zu viel Angst hat sie vor der m\u00fcndlichen Verteidigung ihrer Abschlussarbeit. Doch Silke Wanninger-Bachem gibt nicht auf. In Fr\u00fchrente gehen, wie es ihr die Arbeitsagentur ans Herz legt, m\u00f6chte sie nicht. Sie sucht sich ein Praktikum bei der Autismus-freundlichen IT-Beratungsfirma Auticon, dann noch ein zweites im Bereich der Weiterbildung. Ab dem 23. M\u00e4rz 2020 arbeitet sie von Zuhause aus. \u201eDas Home-Office war f\u00fcr mich ein Gewinn. Mir kann niemand mehr fehlende soziale Kompetenz vorwerfen, wenn ich einfach keine Interaktion mit anderen Leuten habe.\u201c Mit der Corona-Pandemie wird das Leben f\u00fcr Silke Wanninger-Bachem leichter. \u201eAls sich mein Kalender zusehends leerte und auch noch der letzte Termin einfach nur gestrichen wurde, hat sich bei mir eine unglaubliche Erleichterung breitgemacht. Erst da habe ich realisiert, dass ich schon l\u00e4ngst wieder im vollkommenen \u00dcberlastungszustand war.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>[slideshow_deploy id=&#8217;1444&#8242;]<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#ffffff\" class=\"tadv-color\">xxx<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Interaktion mit ihren Kolleg:innen waren f\u00fcr Silke Wanninger-Bachem vor der Corona-Pandemie insbesondere solche Situationen anstrengend, die engen Kontakt mit fremden Leuten erforderten. Die Schlangen an der Supermarktkasse zum Beispiel oder Arztbesuche, bei denen die Arzthelferin ihr beruhigend eine Hand auflegen will. Ungefragt ber\u00fchrt zu werden, ist f\u00fcr sie unertr\u00e4glich. \u201eDa reagiere ich auch manchmal mit Abwehrreaktionen, die ich nicht kontrollieren kann. Vor allem in Stresssituationen passiert sowas.\u201c Einmal verschluckte sie sich so heftig an einem Radieschen, dass sie die 112 anrufen musste. Als ihr der Sanit\u00e4ter eine Hand auf den R\u00fccken legte, war ihr das so unangenehm, dass sie sie ruckartig abwehrte. \u201eDer war dann erkennbar beleidigt. Die Leute meinen es ja gut und wissen nicht, warum ich so reagiere. Das tut mir dann auch sehr leid.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1355\" width=\"276\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3.jpg 1000w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3-300x300.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3-150x150.jpg 150w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3-768x768.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/aleksander_knauerhase-1-3-700x700.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/><figcaption>Aleksander Knauerhase <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>\u00c4hnlich geht es auch Aleksander Knauerhase. Der 47-J\u00e4hrige lebt mit Asperger-Autismus und hat sich angew\u00f6hnt, offen zu kommunizieren, wenn ihm ein Mensch zu nahe kommt. \u201eEs kann passieren, dass ich denjenigen dann auch ganz autistisch auffordere: ,Gehen Sie bitte zwei Schritte zur\u00fcck!\u00b4\u201c Im Podcast spricht er dar\u00fcber, wie sich seine Autismus-Spektrum-St\u00f6rung auf Liebesbeziehungen auswirkt, wieso die N\u00e4he zu Tieren anders ist als die zu Menschen und was eine Festhaltetherapie mit Autist:innen macht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color\" \/>\n\n\n\n<h5 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">IM PODCAST: ALEKSANDER KNAUERHASE <\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Podcast_Hildebrand.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-black-background-color has-black-color\" \/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Warum sich das Distanzempfinden bzw. die Distanzzone bei Autist:innen wie Aleksander Knauerhase und Silke Wanninger-Bachem h\u00e4ufig von neurotypischen Menschen unterscheidet, ist noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht. Genauso wie die Frage, was im Gehirn bei Menschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung (ASS) \u00fcberhaupt anders ist. Denn <em>das<\/em> autistische Gehirn gibt es nicht. Im Gegenteil: Die Gehirne von Autist:innen unterscheiden sich im Durchschnitt mehr voneinander als die Gehirne von neurotypischen Menschen. \u201eMenschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung haben ganz unterschiedliche Auspr\u00e4gungen der Entwicklungsst\u00f6rung und sind deshalb sehr individuell in ihrem Verhalten\u201c, erkl\u00e4rt Juha Lahnakoski, Neurowissenschaftler am Forschungszentrum J\u00fclich. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn man die Gehirnaktivit\u00e4t von Menschen betrachtet, w\u00e4hrend sie einen Film schauen. Gemeinsam mit seinem Team stellte Lahnakoski fest: Neurotypische Menschen verarbeiten den Film auf sehr \u00e4hnliche Weise, sie achten insbesondere auf die Menschen und ihre Gesichtsausdr\u00fccke. Dahingegen fokussieren Autist:innen oft ganz andere Dinge, wie etwa die Uhr an der Wand oder die Lampe im Hintergrund. Was Menschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung als wichtig erachten, ist aber je nach Person unterschiedlich. \u201eAutist:innen sind also sehr spezifisch. Sie haben eine sehr pers\u00f6nliche Art, die Welt zu betrachten\u201c, res\u00fcmiert Lahnakoski.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Wie entsteht unsere pers\u00f6nliche Distanzzone?\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/eXK9Rbu7cfM?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>Faszinierende Vorg\u00e4nge im Gehirn beeinflussen, wie wohl wir uns in einem Abstand zu Menschen f\u00fchlen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die wissenschaftlichen Befunde zur Distanzzone bei Autist:innen sind \u00e4hnlich different wie die Auspr\u00e4gungen des Autismus: W\u00e4hrend einige Studien ein gr\u00f6\u00dferes Distanzbed\u00fcrfnis bei Menschen mit einer ASS feststellten, berichten andere Forscher:innen, dass Autist:innen \u00f6fter in die Distanzzone anderer eindringen als ihre neurotypischen Mitmenschen. Fest steht: Autist:innen weichen in ihrem N\u00e4he- bzw. Distanzbed\u00fcrfnis h\u00e4ufiger als neurotypische Menschen von dem ab, was sich innerhalb der Gesellschaft eines Kulturkreises als Norm etabliert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Alexander Groessing, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr klinische und Gesundheitspsychologie der Universit\u00e4t Wien, hat gemeinsam mit einem Team der Universit\u00e4t Wien und Bologna vor Kurzem eine Studie zum N\u00e4he- und Distanzempfinden bei Menschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung (ASS) ver\u00f6ffentlicht. Das Ergebnis: Die Durchl\u00e4ssigkeit der Distanzzone, also die Gr\u00f6\u00dfe des Raumes, ab der die Ann\u00e4herung einer Person als Eindringen wahrgenommen wird und Unbehagen ausl\u00f6st, ist bei Menschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung ver\u00e4ndert. Mit einem bildgebenden Verfahren machte das Team bestimmte Gehirnregionen aus, die bei Autist:innen f\u00fcr eine ver\u00e4nderte Distanzzone oder sogar f\u00fcr Angst vor fremden Ber\u00fchrungen sorgen: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\">xxx<\/p>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"276\" height=\"235\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Amygdala-2.png\" alt=\"\" data-id=\"2818\" data-full-url=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/Amygdala-2.png\" data-link=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/distanz-als-befreiung-wenn-corona-beschraenkungen-zur-wohltat-werden\/amygdala-2\/#main\" class=\"wp-image-2818\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\"><span style=\"color:#ffffff\" class=\"tadv-color\">Amygdala<\/span><\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"276\" height=\"235\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/sulcus-1.png\" alt=\"\" data-id=\"1739\" data-link=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?attachment_id=1739&amp;lang=en#main\" class=\"wp-image-1739\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Sulcus intraparietalis<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"276\" height=\"235\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/gyrus-1.png\" alt=\"\" data-id=\"1740\" data-full-url=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2021\/07\/gyrus-1.png\" data-link=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/unnahbar\/?attachment_id=1740&amp;lang=en#main\" class=\"wp-image-1740\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Gyrus fusiformis<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Diese Gehirnareale spielen in Bezug auf das ver\u00e4nderte Distanzempfinden bei Autist:innen eine Rolle.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine dieser Regionen ist die <strong>Amygdala<\/strong>, eine Gehirnstruktur, die aufgrund ihres Aussehens nach dem lateinischen Wort f\u00fcr Mandel(kern) (lat.: amygdalum) benannt ist. Sie befindet sich tief im Inneren des Temporallappens, dem mittleren Teil des Gehirns, etwa auf H\u00f6he der Schl\u00e4fen. Als wichtige Komponente bei der Verarbeitung und Bewertung von Emotionen, ist sie wesentlich an der Empfindung von Angst oder Furcht beteiligt. Erschrickt man beispielsweise, etwa weil ein Hund in naher Entfernung bellt, wird die Amygdala aktiviert. Patient:innen, bei denen diese Region aufgrund eines genetischen Fehlers oder eines Unfalls gesch\u00e4digt ist, zeigen keinerlei Angstreaktionen \u2013 selbst wenn sie in eine lebensbedrohliche oder traumatische Situation geraten. Das hat auch Auswirkungen auf die Distanzzone. 2009 untersuchten vier kalifornische Forscher die in der Wissenschaft bekannt gewordene Patientin S.M. \u2013 eine Frau, die mit einer vollst\u00e4ndigen Sch\u00e4digung der Amydala lebt. Sie stellten fest: Ihre Distanzzone war im Wesentlichen nicht existent. Sie f\u00fchlte sich in jeder Entfernung zu Menschen wohl, auch wenn diese nicht einmal einen Zentimeter betrug. Bei Menschen mit einer Autismus-Spektrum-St\u00f6rung hingegen stellten Groessing und sein Team eine verst\u00e4rkte Aktivierung der Amygdala fest. Andere Studien berichten sogar von einer vergr\u00f6\u00dferten Amygdala bei autistischen Kindern. Das hat verst\u00e4rkte Furchtreaktionen zur Folge. \u201eEs k\u00f6nnte gut sein, dass bei Menschen mit Autismus, wenn sich ihnen eine Person n\u00e4hert, die R\u00fcckmeldung kommt: ,Du bist in Gefahr!\u00b4\u201c, sagt Groessing. Dieses Gef\u00fchl kennt Silke Wanninger-Bachem gut. Nach der Diagnose fragt sie sich auf ihrem Blog:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&nbsp;<span style=\"color:#fed16b\" class=\"tadv-color\">\u201eWarum habe ich scheinbar mein ganzes Leben lang bereits Angst?\u201c<\/span><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In Momenten, in denen Silke Wanninger-Bachems Gehirn Furcht vor der N\u00e4he anderer signalisiert, scheint die Amygdala eine verst\u00e4rkte Verbindung zum <strong>Sulcus intraparietalis<\/strong> aufzubauen \u2013 einem Gehirnareal, das eine wichtige Rolle im Bereich der Motorik spielt. Warum diese Region bei Autist:innen in Momenten sozialer Interaktion in st\u00e4rkerer Verbindung zur Amygdala steht, ist noch nicht klar. \u201eM\u00f6glicherweise, weil ich mir dann \u00fcberlegen muss, wie ich meine bevorzugte Distanz wiederherstelle\u201c, schlussfolgert Alexander Groessing.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Weniger aktiviert ist bei der Ann\u00e4herung einer Person hingegen das fusiforme Gesichtsareal &#8211; ein Teil der Gehirnwindung <strong>Gyrus fusiformis<\/strong>. Diese ist nach ihrer  spindelf\u00f6rmigen Anatomie mit dem lateinischen Wort \u201efusus\u201c (Spindel) benannt. Der Bereich ist ma\u00dfgeblich f\u00fcr das Erkennen von Gesichtern zust\u00e4ndig. Welche Informationen es \u00fcber ein sich n\u00e4herndes Gesicht liefert, bestimmt ma\u00dfgeblich, wie man sich gegen\u00fcber dieser Person verh\u00e4lt. Ist das Areal bei Autist:innen in Momenten sozialer Ann\u00e4herung weniger aktiv, fehlen wichtige Informationen \u00fcber die herantretende Person. Das zeigt sich im Verhalten \u2013 etwa in der Wahrung eines gr\u00f6\u00dferen Abstands.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu ihrer Diagnose wusste Silke Wanninger-Bachem nicht, dass es ihr schwerf\u00e4llt, Gesichtsausdr\u00fccke zu deuten. \u201eIch habe damals einen Test gemacht und dachte, ich h\u00e4tte gut abgeschnitten, dabei war ich grottenschlecht. Das war ein Schockmoment\u201c, erinnert sie sich. Dass andere Menschen manchmal f\u00fcr sie unerwartet in Tr\u00e4nen ausbrachen oder ihr vorgeworfen wurde, sie sei nicht empathisch \u2013 daran hatte sie sich gew\u00f6hnt. \u201eMit der Diagnose macht das alles Sinn, was mir da gesagt wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><span style=\"color:#fed16b\" class=\"tadv-color\">\u201eWarum bringt es mich v\u00f6llig aus der Fassung, wenn Abmachungen nicht eingehalten werden? Warum brauche ich so viel mehr Zeit f\u00fcr mich alleine als augenscheinlich alle anderen Menschen um mich herum?\u201c<\/span><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Diagnose hat Silke Wanninger-Bachem viel gelehrt. Genauso wie auch die Corona-Pandemie. Zum Beispiel, dass sie von nun an Zuhause arbeiten m\u00f6chte. \u201eDas ist das, was mir am besten tut\u201c, sp\u00fcrt sie. So eine Arbeit hat sie jetzt endlich gefunden: Ab August 2021 wird sie als studentische Hilfskraft bei einem wissenschaftlichen Projekt am Institut f\u00fcr Digitale Teilhabe der Hochschule Bremen mitwirken. \u201eDie wollten mich explizit, um meine Sicht als Autistin mit in das Projekt einzubringen. Das ist mein Traumjob.\u201c Mit der Aussicht, sp\u00e4ter vielleicht sogar als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeiten zu k\u00f6nnen, ist Silke Wanninger-Bachem nun auch gewillt, endlich ihren Master fertigzustellen. \u201eIch brauche den \u00e4u\u00dferen Druck irgendwie\u201c, stellt sie fest.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><span style=\"color:#fed16b\" class=\"tadv-color\">\u201eWarum f\u00e4llt es mir so schwer, Kontakt zu anderen aufzunehmen und zu halten, Freundschaften aufzubauen? Fails, Fehldeutungen, Missverst\u00e4ndnisse sind scheinbar bei mir quasi immer schon vorprogrammiert.\u201c<\/span><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch wenn sie ihre \u00c4ngste und unangenehmen Gef\u00fchle durch \u00e4u\u00dferen Druck oder innere Motivation manchmal \u00fcberwinden kann \u2013 soziale Interaktionen werden f\u00fcr Silke Wanninger-Bachem immer anstrengender sein als f\u00fcr neurotypische Menschen. Momentan spielen ihr die Corona-Ma\u00dfnahmen in die H\u00e4nde. Doch keiner kann wissen, wie lange das so bleibt. Auch von unserem Gespr\u00e4ch wird sich Silke Wanninger-Bachem, wie sie ohne ein schlechtes Gewissen hervorrufen zu wollen ank\u00fcndigt, mindestens die n\u00e4chsten zwei Tage erholen m\u00fcssen. \u201eDen Preis zahle ich aber gerne\u201c, sagt sie schmunzelnd. Erholung bedeutet f\u00fcr die Naturliebhaberin vor allem eines: alleine sein. Meistens setzt sie sich daf\u00fcr an ihren Lieblingsplatz am Teich und beobachtet die Fische oder die Bisamratte, die sich ab und zu blicken l\u00e4sst. \u201eDie kommt nur, wenn man lange Zeit relativ bewegungslos dasitzt, das k\u00f6nnen die wenigsten Leute.\u201c Ihr Mann l\u00e4sst ihr den Freiraum, den sie braucht. Auch er ist ein Einzelg\u00e4nger, findet Silke Wanninger-Bachem. Das harmoniert gut. \u201eWir lachen immer: Er ist gen\u00fcgend autistisch, dass das wunderbar zusammenpasst.\u201c Wenn Silke Wanninger-Bachem autistisch sagt, merkt man, dass sie damit trotz der Herausforderungen, die ihr der Autismus stellte, nichts Negatives verbindet. \u201eKategorienbildung braucht der Mensch. Und wer wei\u00df, wozu Autismus gut ist. Ist das \u00fcberhaupt eine St\u00f6rung? Das ist aber jetzt wirklich eine philosophische Frage\u201c, lacht sie. So viel Kraft, Ausdauer und Geld vielen Menschen die Pandemie kostet \u2013 zumindest f\u00fcr Autist:innen wie Silke Wanninger-Bachem hat sie die Welt ein bisschen ertr\u00e4glicher gemacht.<\/p>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1,5 Meter Abstand &#8211; was f\u00fcr viele Menschen Entbehrung bedeutet, empfindet  Silke Wanninger-Bachem als Wohltat. 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