{"id":296,"date":"2020-07-23T11:25:41","date_gmt":"2020-07-23T09:25:41","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/?p=296"},"modified":"2024-12-06T10:41:49","modified_gmt":"2024-12-06T09:41:49","slug":"ihr-sollt-keines-leibes-blut-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/2020\/07\/23\/ihr-sollt-keines-leibes-blut-essen\/","title":{"rendered":"Des Leibes Leben ist in seinem Blut"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.<br>Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.<br>Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am siebenten Tage sollst du ruhen, auf dass dein Rind und Esel sich ausruhen.<\/p>\n<cite>Schemot 23,5 &#8211; Devarim 25,4 &#8211; Schemot 23,12<\/cite><\/blockquote>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Allesamt Zitate aus der Thora, die vorgeben, wie Tiere im Judentum behandelt werden sollen. Es gibt ein Verbot der Tierqu\u00e4lerei, ein Muttertier soll sein Kind nicht beim Sterben sehen und selbst am Sabbat, dem w\u00f6chentlichen Feiertag im Judentum, an dem eigentlich jegliche Arbeit streng verboten ist, m\u00fcssen Tiere versorgt werden. Der Mensch darf Tiere zu seinem Nutzen halten und einsetzen, jedoch darf er ihnen keine unn\u00f6tigen Qualen zuf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEinem unbet\u00e4ubten Tier wird der Hals mit einem Messer von der Kehle aus durchschnitten. Dabei werden bei vollem Bewusstsein Haut, Muskeln, die Halsschlagadern, die Luft- und Speiser\u00f6hre sowie die daneben befindlichen Nervenstr\u00e4nge durchtrennt. Die Tiere durchleiden einen Todeskampf, der Minuten andauern kann, mit h\u00f6llischen Schmerzen, Atemnot und Todesangst bis sie schlie\u00dflich verbluten.\u201c<\/p>\n<cite>Deutscher Tierschutzbund<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>So beschreibt der deutsche Tierschutzbund das Sch\u00e4chten, die rituelle Schlachtung, die in der Kashrut, den Speisevorschriften des Judentums, vorgegeben wird. Die Tiere werden ohne Bet\u00e4ubung mit einem einzigen Schnitt durch den Hals get\u00f6tet und sollen m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig ausbluten.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite also die Worte Gottes in der Thora, die dem Menschen einen liebevollen und nachsichtigen Umgang mit den Tieren vorschreiben \u2013 auf der anderen Seite ein Ritual, das Tieren scheinbar Qualen zuf\u00fcgen kann und trotzdem tief im Glauben verankert ist. Zwei offensichtlich sehr unterschiedliche Ans\u00e4tze, die in einer Religion vereint werden. Wie gehen gl\u00e4ubige Juden in Deutschland damit um?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Ein fast normaler Feinkostladen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zeev Vilf ist einer der Pioniere f\u00fcr koschere Ern\u00e4hrung im S\u00fcden Deutschlands. Vor rund drei\u00dfig Jahren hat er \u201esein Baby\u201c, den koscheren Feinkostladen Danel in M\u00fcnchen gegr\u00fcndet. Mittlerweile ist er selbst in Rente und hat den Laden abgegeben. Man merkt ihm trotzdem an, dass Danel sein Lebenswerk ist. Er f\u00fchlt sich offensichtlich wohl in seinem ehemaligen Laden, schiebt Produkte auf den Regalen hin und her und dreht sie so lange, bis er mit der Anordnung einverstanden ist. Er strahlt Gelassenheit aus, Zufriedenheit. Der Laden ist nicht sonderlich gro\u00df, besteht eigentlich nur aus einem Raum und trotzdem findet sich alles dort, was man im allt\u00e4glichen Leben braucht: K\u00e4se, Cornflakes, eine kleine Weinauswahl, sogar Putzutensilien. Im hinteren Teil des Zimmers befindet sich eine abgetrennte Fleischtheke, in der ein Metzger seiner Arbeit nachgeht. Auf den ersten Blick scheint Danel ein normaler kleiner Laden im Herzen M\u00fcnchens zu sein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-css-opacity has-black-background-color has-background is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Zeev Vilf \u00fcber seinen koscheren Feinkostladen | blutjung\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Z5gV_TQJR_g?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Zeev Vilf stellt die Besonderheiten des koscheren Feinkostladens Danel vor. <\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>Erst wenn man genauer hinsieht, fallen einige Besonderheiten auf. Die Verpackungen sind nicht mit deutschen Worten, sondern mit hebr\u00e4ischen Schriftzeichen versehen. Auf vielen der Produkte findet sich ein Siegel, das man von gew\u00f6hnlichen Lebensmitteln nicht kennt. \u201eGlatt koscher\u201c steht darauf oder \u201eparve\u201c. Hinter der Fleischtheke steht neben dem Metzger noch ein Mann mit langem Bart und Kippa. Er ist der Maschgiach, ein Aufseher, der die Einhaltung der j\u00fcdischen Speisegesetzte kontrolliert. \u201eDas hier ist der einzige Laden in der Umgebung, in dem es nur koschere Lebensmittel gibt\u201c, sagt Zeev Vilf stolz. \u201eF\u00fcr die Juden, die in M\u00fcnchen selbst wohnen, ist das hier eine wichtige Anlaufstelle.\u201c Alle anderen, die nicht direkt aus M\u00fcnchen kommen, k\u00f6nnen online bei ihm bestellen. \u201eWir leben nicht von dem Laden selbst, sondern vom Online-Handel. Wir sind der \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte Gro\u00dfh\u00e4ndler f\u00fcr koschere Ware hier. Das ist unser Gesch\u00e4ft.\u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Zeev Vilf erkl\u00e4rt die j\u00fcdischen Speise-vorschriften.<\/h4>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Zeev Vilf \u00fcber die j\u00fcdischen Speisevorschriften\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/n8LlwokHK14?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele gl\u00e4ubige Juden ist die Online-Bestellung von Lebensmitteln der einzige Weg, um ihre Religion ganz den Vorschriften nach aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Im Judentum gibt es strenge Speisevorschriften, die eingehalten werden sollen. Milchprodukte d\u00fcrfen nicht zusammen mit fleischhaltigen Lebensmitteln gegessen werden, Fische d\u00fcrfen nur verzehrt werden, wenn sie Schuppen und Flossen haben und Meeresfr\u00fcchte sind komplett verboten. Praktizierende Juden und J\u00fcdinnen d\u00fcrfen nur Produkte und Fleisch von Tieren verspeisen, die gespaltene Hufe haben und Wiederk\u00e4uer sind. Der Verzehr von einem Schweineschnitzel oder von Gummib\u00e4rchen mit Schweinegelatine ist somit beispielsweise untersagt. Produkte von K\u00fchen und Rindern, die im Judentum an sich erlaubt sind, gibt es nat\u00fcrlich auch in normalen Superm\u00e4rkten \u2013 gl\u00e4ubige Juden und J\u00fcdinnen w\u00fcrden sie dort jedoch nie kaufen.&nbsp; Das Hauptprodukt im Feinkostladen Danel ist deshalb auch das Fleisch, das der Metzger, immer vom Maschgiach bewacht, frisch in die Theke legt. \u201eDas Fleisch muss koscher gemacht werden und das ist eine ziemlich komplizierte Prozedur. Aber wir bieten es hier f\u00fcr die Leute an, die die j\u00fcdischen Essensvorschriften befolgen wollen\u201c, sagt Zeev Vilf dazu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Koscher machen \u2013 das f\u00e4ngt schon bei der Art und Weise an, auf die ein Tier zu Tode kommt. Hier kommt die wohl umstrittenste Speiseregeln ins Spiel, die auch in Deutschland schon hitzige Debatten ausgel\u00f6st hat. Fleisch darf nur als koscher bezeichnet werden, wenn das Tier ohne vorherige Bet\u00e4ubung mit einem einzigen Schnitt mit einem scharfen, langen Messer durch den Hals get\u00f6tet wurde. Was sich brutal anh\u00f6rt, wird im Judentum durch die halachischen Regeln verteidigt. Auch Zeev Vilf steht hinter der blutigen Vorschrift: \u201cDas Sch\u00e4chten war eigentlich die Schlachtmethode, die dem Tier am wenigsten Leid zuf\u00fcgen soll.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Blutiges Leiden wegen Gottes Wort<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der halachischen Regeln ist in der Thora festgehalten. Dort findet sich nur eine Passage, in der es einen kleinen Hinweis auf das Schlachtritual gibt. Im f\u00fcnften Buch Mose, f\u00fcr die Juden und J\u00fcdinnen das Devarim, hei\u00dft es: \u201eSo schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der Herr gegeben hat, wie ich dir geboten habe.\u201c Das Problem dabei: Wie genau Gott es geboten hat, wird in der Thora nicht weiter erl\u00e4utert. Die Grundlage f\u00fcr das Sch\u00e4chten wird aber in anderen Stellen der Thora gesehen. Stellen, in denen das Verbot des Verspeisens von Blut betont wird. \u201eIhr sollt keines Leibes Blut essen, denn des Leibes Leben ist in seinem Blut\u201c, hei\u00dft es da zum Beispiel oder \u201eAllein das Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, esst nicht!\u201c Hier finden sich in der Thora also eindeutige Anweisungen: Gl\u00e4ubige Juden und J\u00fcdinnen sollen kein Blut verspeisen. Wollen sie dennoch Fleisch essen, sollte es von einem Tier stammen, das m\u00f6glichst komplett ausgeblutet ist.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"639\" data-id=\"2329\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-1024x639.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2329\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-1024x639.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-300x187.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-768x479.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-1536x958.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-2048x1278.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-1400x873.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-1250x780.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3103-2-400x250.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"471\" data-id=\"1068\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-1024x471.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1068\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-1024x471.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-300x138.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-768x353.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-1536x707.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-2048x942.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-1400x644.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-1250x575.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Fleisch3-1-400x184.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"600\" data-id=\"2331\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-1024x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2331\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-1024x600.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-300x176.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-768x450.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-1536x901.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-2048x1201.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-1400x821.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-1250x733.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/IMG_3122-1-400x235.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Das koschere Fleisch ist mit einem Sigel des Rabbinats versehen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>Frigga Wirths, Fachreferentin f\u00fcr Tiere in der Landwirtschaft beim deutschen Tierschutzbund, sieht im Blutverbot jedoch keine Begr\u00fcndung f\u00fcr das bet\u00e4ubungslose Schlachten von Tieren. \u201eEs gibt keinen Unterschied zwischen dem Ausblutungsgrad bei Tieren, die mit Bet\u00e4ubung und Tieren, die ohne Bet\u00e4ubung geschlachtet wurden.\u201c Dass in jeder Muskelzelle noch Blut zu finden ist, zeige allein die rote F\u00e4rbung der Fleischst\u00fccke an, die auch bei koscheren Produkten gegeben ist. Ein ausreichender Blutverlust ist sowohl bei normalen Schlachtungen, als auch bei rituellen Schlachtungen nach religi\u00f6sen Regeln der Grund f\u00fcr den Tod des Tieres.<\/p>\n<p>Der Deutsche Tierschutzbund fordert jedoch, dass jedes Tier, bevor es zu diesem Blutverlust kommt, bet\u00e4ubt sein muss, sodass es von seinem Tod nichts mitbekommt. Beim Sch\u00e4chten hingegen w\u00fcrden nur die weichen Strukturen des Halses durchtrennt, also Muskeln, Speiser\u00f6hre und auch die Luftr\u00f6hre. Die Knochen und Wirbelk\u00f6rper, an denen auch Gef\u00e4\u00dfe laufen, die die Versorgung des Gehirns mit Blut sicherstellen, k\u00f6nnen durch den Schnitt nicht durchtrennt werden, so Frigga Wirths. Das Tier bek\u00e4me also alles mit. \u201eDiese Regeln stammen aus einem anderen Zeitalter. Heute gibt es keine Berechtigung mehr, so vorzugehen, weil man mittlerweile viel mehr \u00fcber das Seelenleben und das Schmerzempfinden von Tieren wei\u00df.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Flughafen oder Restaurant?<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Zeev Vilfs Feinkostladen zumindest auf den ersten Blick wie ein ganz gew\u00f6hnlicher kleiner Shop wirkt, merkt man beim Restaurant Einstein schon, bevor man es wirklich betritt, dass hier etwas anders ist. Vor der gro\u00dfen, schweren T\u00fcr, die ins Geb\u00e4ude f\u00fchrt, in dem sich das Einstein befindet, steht ein junger Mann. Kommen Personen auf die T\u00fcr zu, spricht er mit ihnen in gebrochenem Deutsch, wenn sie seine Frage \u201eDo you speak English?\u201c verneinen. Er will wissen, ob sie eine Reservierung f\u00fcr das Restaurant haben oder einen anderen Grund, um in das Geb\u00e4ude zu wollen. F\u00fcr G\u00e4ste mit einer Reservierung \u00f6ffnet er die T\u00fcr. Doch selbst dann kann man das Restaurant noch nicht direkt betreten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>Stattdessen landet man in einer Art Sicherheitsgang. Zwei M\u00e4nner sitzen hinter einer Glasscheibe und fragen nach den Ausweisen. \u201eHaben Sie irgendwelche Dinge dabei, mit denen Sie sich selbst verteidigen k\u00f6nnen? Pfefferspray? Ein Taschenmesser? Nein? Dann gehen Sie bitte durch die Schleuse.\u201c&nbsp; Durch die Schleuse zu gehen f\u00fchlt sich an als w\u00e4re man am Flughafen. Dabei betritt man eigentlich nur das Geb\u00e4ude der Israelitischen Kultusgemeinde f\u00fcr M\u00fcnchen und Oberbayern. Die Lichter an der Schleuse leuchten kurz auf und einer der beiden M\u00e4nner gibt den Besucher*innen das Zeichen, weiterzugehen. Die Glast\u00fcre, vor der man nun steht, \u00f6ffnet sich automatisch und endlich ist man im Inneren des Geb\u00e4udes angekommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>Karl-Heinz Fichtner passt gut in den gro\u00dfen, hellen Raum. Er ist ein gepflegter, eleganter Mann, der wirkt, als h\u00e4tte er immer alles im Griff, selbst wenn er in einer noch so stressigen Situation steckt. Er ist selbst kein Jude, leitet das Einstein aber mittlerweile schon im neunten Jahr. \u201eDas war, sagen wir mal, eine Summe von Zuf\u00e4llen.\u201c \u00dcber eine Freundin, die Feiern f\u00fcr j\u00fcdische Familien organisierte, wurde er an die j\u00fcdische Gemeinde herangef\u00fchrt. Als er dann die Stellenausschreibung f\u00fcr das Einstein sah und auch seine Freundin meinte, er sollte sich bewerben, habe er es einfach versucht \u2013 mit Erfolg. \u201eDie ersten drei Monate waren schon hart. Bis ich begriffen habe, wie der Hase l\u00e4uft, das war schon intensiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders in dieser ersten Zeit hat Karl-Heinz Fichtner Hilfe gebraucht und diese auch bekommen. Vom Rabbinat und wiederum von einem Maschgiach, der auch hier die Einhaltung der j\u00fcdischen Speisevorschriften \u00fcberpr\u00fcft. W\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten des Einstein ist auch er immer vor Ort und sieht den K\u00f6chen \u00fcber die Schulter und in die T\u00f6pfe. \u201eMan muss sich erst daran gew\u00f6hnen \u2013 und vor allem auch daran gew\u00f6hnen wollen. Es gibt viele Regeln, die kann man nicht logisch erkl\u00e4ren. Man muss sie nur befolgen.\u201c Karl-Heinz Fichtner legt viel Wert darauf, dass in seinem Restaurant alle Regeln akribisch befolgt werden. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"734\" data-id=\"1439\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-1024x734.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1439\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-1024x734.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-300x215.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-768x551.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-1536x1102.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-2048x1469.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-1400x1004.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-1250x897.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Mmm-400x287.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"786\" data-id=\"1420\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-1024x786.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1420\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-1024x786.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-300x230.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-768x589.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-1536x1178.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-2048x1571.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-1400x1074.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-1250x959.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Men\u00fc1-400x307.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"702\" data-id=\"1437\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-1024x702.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1437\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-1024x702.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-300x206.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-768x526.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-1536x1052.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-2048x1403.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-1400x959.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-1250x856.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Meister-400x274.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Das Restaurant Einstein bietet ausschlie\u00dflich koschere Speisen an. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>So werden im Einstein gar keine Milchprodukte angeboten, um die Trennung von Fleisch und Milch gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Nach der strengen Auslegung der j\u00fcdischen Lehre soll n\u00e4mlich auch das Geschirr, das einmal f\u00fcr Milchprodukte verwendet wurde, danach nicht mehr mit Fleisch in Ber\u00fchrung kommen \u2013 f\u00fcr ein Restaurant w\u00e4re das ein enormer Aufwand. Fleisch wird im Einstein dagegen schon angeboten, nat\u00fcrlich nur von gesch\u00e4chteten Tieren. \u201eEs ist in vielen L\u00e4ndern verboten, die Tiere nach j\u00fcdischen Regeln vom lebenden in den verzehrfertigen Zustand zu bringen. Es gibt noch ein paar L\u00e4nder in Europa, die das d\u00fcrfen und da beziehen wir auch unsere Ware her\u201c, erkl\u00e4rt Karl-Heinz Fichtner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Tierschutz vs. Religionsfreiheit<\/h3>\n\n\n\n<p>In Deutschland ist das Sch\u00e4chten grunds\u00e4tzlich nicht erlaubt. Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass ein warmbl\u00fctiges Tier nur mit vorheriger Bet\u00e4ubung geschlachtet werden darf. Heute hat der Tierschutz in Deutschland Verfassungsrang und ist somit ein sehr wichtiges Gut \u2013 \u00e4hnlich wichtig wie die Religionsfreiheit. Sie bedingt auch, dass f\u00fcr Angeh\u00f6rige bestimmter Religionsgemeinschaften, deren Religion ihnen das Sch\u00e4chten zwingend vorschreibt, Ausnahmen vom eigentlichen Verbot gemacht werden k\u00f6nnen. Frigga Wirths vom deutschen Tierschutzbund spricht sich f\u00fcr ein ausnahmsloses Verbot des Schlachtens ohne Bet\u00e4ubung aus, wei\u00df aber, dass das mit der deutschen Gesetzeslage kaum vereinbar ist. \u201eIn Deutschland wird sowieso kaum mehr gesch\u00e4chtet. Aber dadurch hat sich das Problem in andere L\u00e4nder verlagert.\u201c In manchen europ\u00e4ischen Staaten, wie Frankreich, Italien und Polen gebe es weitaus weniger Auflagen als in Deutschland. Auch die EU-Schlachtverordnung habe weiter gefasste Ausnahmeverordnungen. Hier sieht Frigga Wirths eine Notwendigkeit zur Versch\u00e4rfung der Regeln. \u201eDas Ziel w\u00e4re, dass dort auch mindestens solche Regelungen eingef\u00fchrt werden, wie das in Deutschland der Fall ist.\u201d Im Moment ist durch die EU-Verordnung das Sch\u00e4chten von Tieren nur in ausgew\u00e4hlten Schlachth\u00f6fen erlaubt &#8211; spezielle Ausnahmegenehmigung und Einzelfallpr\u00fcfungen sind bei diesen dann jedoch nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n<div id=\"metaslider-id-1352\" style=\"width: 100%; margin: 0 auto;\" class=\"ml-slider-3-98-0 metaslider metaslider-nivo metaslider-1352 ml-slider ms-theme-default\" role=\"region\" aria-roledescription=\"Slideshow\" aria-label=\"Speisevorschriften\" data-width=\"500\">\n    <div id=\"metaslider_container_1352\">\n        <div class='slider-wrapper theme-default'><div class='ribbon'><\/div><div id='metaslider_1352' class='nivoSlider'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Islam_r-500x500.png\" height=\"500\" width=\"500\" title=\"Islam_r\" alt=\"\" class=\"slider-1352 slide-1358\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Christentum_r-500x500.png\" height=\"500\" width=\"500\" title=\"Christentum_r\" alt=\"\" class=\"slider-1352 slide-1360\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Buddhismus_r-500x500.png\" height=\"500\" width=\"500\" title=\"Buddhismus_r\" alt=\"\" class=\"slider-1352 slide-1361\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Hinduismus_r-500x500.png\" height=\"500\" width=\"500\" title=\"Hinduismus_r\" alt=\"\" class=\"slider-1352 slide-1359\" \/><\/div><\/div>\n        \n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>\u201eAlles, was wir hier tun, muss in Relation gesehen werden zu der Zeit, der Umgebung und den \u00e4u\u00dferlichen Umst\u00e4nden, als die halachischen Regeln angefangen haben\u201d, betont Karl-Heinz Fichtner. Der Respekt vor dem Leben werde im Judentum gro\u00dfgeschrieben. \u201cUnd damals gab es noch keine Bolzenschussapparate oder Vergasungseinrichtungen f\u00fcr Schlachtbetriebe und so weiter. Das ist erst in j\u00fcngster Zeit aufgetreten. Und was ist humaner? Das lass\u2019 ich jetzt einfach mal so stehen\u201d, versucht er das Sch\u00e4chten zu verteidigen. Dass es auch bei normalen Schlachtungen h\u00e4ufig nicht tierfreundlich zugeht, l\u00e4sst sich nicht leugnen. Sobald Fleisch gegessen wird, wird Blut vergossen, leiden Tiere &#8211; egal auf welche Art. \u201cWenn du nicht t\u00f6ten m\u00f6chtest, musst du ein Vegetarier werden\u201d, erkl\u00e4rt auch Steven Langnas, ein M\u00fcnchener Gemeinderabbiner im Podcast \u00fcber die Sch\u00e4cht-Debatte im Judentum. Vielleicht ist das der beste Weg, um Tierschutz und Religionsfreiheit im Judentum auf einen Nenner zu bringen.  In der Thora wird die vegetarische und vegane Lebensweise sogar recht hoch angesehen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-right is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wer auch immer ein einziges Leben rettet, der ist, als ob er die ganze Welt gerettet h\u00e4tte. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Spotify Embed: Sch\u00e4cht-Debatte im Judentum\" width=\"100%\" height=\"232\" allowtransparency=\"true\" frameborder=\"0\" allow=\"encrypted-media\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed-podcast\/episode\/5SMjInE7OmreDFp2sHq5ie\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Sch\u00e4chten wird Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle durchschnitten. 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