{"id":1878,"date":"2020-07-23T18:47:30","date_gmt":"2020-07-23T16:47:30","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/?p=1878"},"modified":"2024-12-06T10:44:46","modified_gmt":"2024-12-06T09:44:46","slug":"die-stillen-hinweisgeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/2020\/07\/23\/die-stillen-hinweisgeber\/","title":{"rendered":"Die stillen Hinweisgeber"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Scheune von Silke Brodbeck ist ein wei\u00dfer Pavillon aufgebaut, in dem sich einem der Anblick eines Massakers bietet. An der hinteren wei\u00dfen Plastikwand: gro\u00dffl\u00e4chige Spuren rotbrauner Rinnsale. An der Decke spannt sich bandf\u00f6rmig, fast wie die Milchstra\u00dfe am Nachthimmel, ein Firmament aus unz\u00e4hligen vereinzelten Spritzern, manche fast perfekte Kreise, manche davon ellipsenf\u00f6rmig und mit kometenartigem Schweif.&nbsp; Auf dem Boden haben zwischen bogenf\u00f6rmigen Schlieren blutige Schuhsohlen einen Abdruck hinterlassen. Sind es die des T\u00e4ters? Sind sie stille Zeugen eines brutalen Blutbads? Nicht ganz. \u201eDas war ein Pr\u00fcfungstatort f\u00fcr meine Studenten von der Polizeihochschule\u201c, erkl\u00e4rt Silke Brodbeck. Ihre Arbeit beginnt dann, wenn alles schon vorbei ist, der Hammer geschwungen, der Abzug gedr\u00fcckt, ein Leben beendet wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Silke Brodbeck ist Deutschlands einzige spezialisierte Sachverst\u00e4ndige f\u00fcr Blutspurenmusteranalyse, \u201eeine Nischendisziplin\u201c, wie sie sagt. Die Scheune ist das Versuchslabor ihres Blutspureninstituts, es ist in Deutschland das einzige seiner Art. Fachleute f\u00fcr Blutspurenmusteranalyse kommen aus allen Bereichen der Forensik \u2013 aus der Rechtsmedizin, der DNA-Analyse oder von den kriminaltechnischen Instituten der Polizei. Sie besch\u00e4ftigen sich damit, wie sich Blut durch den Raum bewegt haben muss, um an Tat- und Geschehensorten spezifische Muster zu hinterlassen. Anhand der Form, Verteilung und Gr\u00f6\u00dfe von Blutspuren lassen sich Tatherg\u00e4nge rekonstruieren, die Aussagen von Zeugen \u00fcberpr\u00fcfen oder Unf\u00e4lle von Straftaten unterscheiden. Brodbeck selbst studierte in Frankfurt Medizin und Informatik. Die dunkelblonden, leicht gelockten Haare hat sie am Hinterkopf zu einem lockeren Dutt hochgesteckt. Sie spricht schnell und mit wissenschaftlicher Bestimmtheit. In der Scheune stellt sie eine Schale mit rotem Tierblut auf einen wei\u00dfen Gartenstuhl. Es ist kein frisches Blut, Brodbeck hat es aus ihren Vorr\u00e4ten aus der Tiefk\u00fchltruhe geholt. \u201eWenn es ganz aufgetaut w\u00e4re, dann h\u00e4tte es eine homogenere Farbe\u201c, sagt sie. Dann h\u00e4lt sie eine Spritze in den fl\u00fcssigen Teil des Blutes, zieht sie auf und stellt damit eine Spur nach, wie sie bei der Verletzung gro\u00dfer Blutgef\u00e4\u00dfe entstehen kann. Ihre Faszination f\u00fcr Blut wachse fast mit jedem Tag mehr, sagt Brodbeck. \u201eEs ist bisher noch nicht gelungen, Blut k\u00fcnstlich herzustellen. Es ist ein einzigartiges Wunder der Natur.\u201d <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1891\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1891\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-1400x933.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-1250x833.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3346-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1885\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1885\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-1400x933.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-1250x833.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3334-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" data-id=\"1882\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1882\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-1400x933.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-1250x833.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3325_1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Von links nach rechts sind zu sehen: ein Blut-in-Blut-Muster mit kleinen Bl\u00e4schen, sogenannten Gaseinschl\u00fcssen, Blutspritzer aus unterschiedlichen Richtungen und sowie ein komplexes Blutspurenmuster bestehend aus geformten Kontaktspuren, teilweise mit Bewegungsmuster und einer Blutlache bedingt durch ein Blut-in-Blut-Muster.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Manche Autor*innen, die sich mit der Geschichte der Blutspurenmusteranalyse besch\u00e4ftigen, f\u00fchren erste Beschreibungen der Betrachtung von Blutspuren im Zusammenhang mit Tatgeschehen bis auf den angeblich ersten Mord der Menschheit zur\u00fcck, auf das Buch Genesis, Kapitel vier. Drau\u00dfen auf dem Feld erhebt sich Kain wider seinen Bruder Abel, schl\u00e4gt ihn tot. Auf Gottes Frage, wo sein Bruder sei, antwortet Kain: \u201eIch wei\u00df nicht; soll ich meines Bruders H\u00fcter sein?\u201c Aber Gott erkennt Kains L\u00fcge: \u201eWas hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als eine der ersten relevanten wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Verteilung von Blutspuren wird die Arbeit des Krakauer Arztes Eduard Piotrowski angef\u00fchrt. 1895 ver\u00f6ffentlichte er an der Universit\u00e4t Wien seine Studie \u201e\u00dcber Entstehung, Form, Richtung und Ausbreitung von Blutspuren nach Hiebwunden des Kopfes\u201c. In einer wei\u00df ausgekleideten Ecke schlug er Kaninchen die Sch\u00e4del ein. Ikonografisch anmutende Zeichnungen hielten die Ergebnisse seiner martialischen Experimente fest, am unteren Rand vermerkte Piotrowski die Dimensionen der Tatwaffen: ein Hammer, 30 Zentimeter lang, 120 Gramm schwer; eine Axt, 40 Zentimeter lang, 620 Gramm schwer. Weitere Publikationen aus der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhundert waren wenig systematisch und haupts\u00e4chlich beschreibend. Aus dieser Zeit stammen Bezeichnungen von Blutspuren als b\u00e4rentatzen-, stechapfel- oder kronkorkenf\u00f6rmig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der modernen Blutspurenmusteranalyse beginnt in den 1950er Jahren. Silke Brodbeck deutet auf das Schwarz-Wei\u00df-Foto eines jungen, gutaussehenden Mannes, das auf einem schmalen Wandvorsprung im Seminarraum des Blutspureninstituts steht, in dem Brodbeck Forensiker*innen, Polizist*innen und \u00c4rtz*innen ausbildet. \u201eIch finde, man sieht, wie ver\u00e4ngstigt er ist\u201c, sagt sie. \u201eDas Foto ist w\u00e4hrend des ersten Prozesses entstanden. Und das hier\u201c, Brodbeck deutet auf ein weiteres Bild, \u201enachdem er freigesprochen und aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen wurde, zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter.\u201c Das Bild eines gebrochenen Mannes, findet sie. Die Aufnahmen sind Abz\u00fcge von originalen Presseaufnahmen, Brodbeck hat sie auf Ebay gekauft. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte dieses Mannes, Samuel Sheppard, war ein gro\u00dfes Medienereignis. Sie ereignete sich 1954 in einem kleinen Vorort von Cleveland, Ohio. Lange bevor Brodbeck 2007 ihr Blutspureninstitut gr\u00fcndete und weit weg von Usingen, der beschaulichen, hessischen Kleinstadt, in der das Institut liegt. Trotzdem kennt Brodbeck jedes Detail dieser Geschichte, sie erz\u00e4hlt sie all ihren Kursteilnehmenden. \u201eEs ist ein Mahnmal f\u00fcr uns Analysten.\u201c In der Nacht des 4. Juli 1954 findet Sam Sheppard seine Frau Marilyn tot im Schlafzimmer ihrer gemeinsamen Villa am Eriesee. Sie liegt auf dem Bett, das Kleid ist hochgerutscht, ihre Beine h\u00e4ngen von der Bettkante, um ihren eingeschlagenen Kopf herum hat sich das Blut in die Matratze gesogen. Sheppard ger\u00e4t unter Tatverdacht, auf dem Kopfkissen seiner Frau glauben die Ermittler in einem Blutfleck die Umrisse einer chirurgischen Zange zu erkennen. Sheppard ist Arzt und Osteopath. Die Ermittler ziehen den Schluss, Sheppard habe seine Frau mit seinem chirurgischen Werkzeug erschlagen. In einem von gro\u00dfem Medieninteresse begleiteten Prozess wird Sheppard wegen Mord zweiten Grades zu lebenslanger Haft verurteilt. Kurz nach Sheppards Verurteilung tritt ein Zweifler auf: \u201eIn der Stille seines Labors \u201asah\u2018 Prof. Paul L. Kirk den Mord an Marilyn Reese Sheppard am 4. Juli. Seine \u201aAugen\u2018 waren Reagenzgl\u00e4ser, Rechenschieber, Chemikalien, Diagramme, Schaubilder und Fotos,\u201c schreibt die Cleveland Press im April 1955. <\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Paul Leland Kirk, ein Chemiker, der an der Universit\u00e4t von Berkeley den Fachbereich f\u00fcr Kriminalistik gegr\u00fcndet hatte, konnte Blutspuren am Tatort einer unbekannten dritten Person zuordnen. Doch der Fall war gerichtlich abgeschlossen, ein Antrag auf Wiederaufnahme wurde abgelehnt. Erst 1966 kam es zu einem neuen Prozess, in dem Kirk aussagt. Auch von Kirk besitzt Brodbeck ein Foto, auf dem er \u00fcber ein wei\u00dfes Kissen gebeugt zu sehen ist. 1966 kommt Samuel Sheppard auch dank des entlastenden Gutachtens von Paul Kirk frei. Was in der Nacht des 4. Juli wirklich passiert ist, ist bis heute ungekl\u00e4rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Brodbeck nennt Kirk den \u201eUrgro\u00dfvater der Blutspurenmusteranalyse\u201c. Kirks Gutachten im Sheppard-Fall ist das erste blutspurenmusteranalytische Gutachten der Moderne und inspiriert unter anderem den Forensiker Herbert L. MacDonnell zur weiteren Erforschung von Blutspuren und deren Entstehung. Dessen Arbeit \u201eFlight Characteristics and Stain Patterns of Human Blood\u201d wird 1971 vom amerikanischen Justizministerium ver\u00f6ffentlicht. Zwei Jahre sp\u00e4ter veranstaltet MacDonnell seinen ersten 40-st\u00fcndigen Kurs f\u00fcr Blutspurenmusteranalyse. 1983 gr\u00fcnden Teilnehmer dieses ersten Kurses die International Association of Bloodstain Pattern Analysts (IABPA), die sich mit der F\u00f6rderung und Standardisierung der Ausbildung und der praktischen Arbeit von Analysten befasst. Brodbeck selbst machte ihre Ausbildung bei New Scotland Yard in England. Auf die Blutspurenmusteranalyse wurde sie damals w\u00e4hrend ihrer forensischen T\u00e4tigkeit aufmerksam. \u201eAls ich im Einsatz war, habe ich gesehen, dass da ganz viele Blutspuren sind, die nicht akquiriert werden.\u201c Ungenutzte Daten, die aber wichtige Hinweise auf den Hergang einer Tat geben k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Grundkurs macht noch keinen Experten<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch Brodbeck bildet ihre Kursteilnehmenden nach den Standards der IABPA aus. Im Anf\u00e4ngerkurs lernen Analysten-Anw\u00e4rter*innen in theoretischen und praktischen Einheiten unter anderem die biophysikalischen Eigenschaften von Blut, die Entstehung und korrekte Bezeichnung verschiedener Arten von Blutspuren sowie die Methoden zur Bestimmung des Ursprungsbereichs einer Blutungsquelle. Die Form von Blutspuren ist abh\u00e4ngig vom Winkel, in dem sie auf eine Oberfl\u00e4che auftreffen. Je spitzer der Winkel, desto mehr nehmen die Spuren eine l\u00e4nglich-ovale Form an. Anhand der L\u00e4nge und Breite l\u00e4sst sich der Auftreffwinkel eines Blutspritzers berechnen. Damit k\u00f6nnen Sachverst\u00e4ndige dann ann\u00e4hernd den Ursprungsort von Blutspritzern bestimmen. Doch Brodbeck macht deutlich, dass dieser 40-st\u00fcndige Basiskurs allein nicht zur Gutachter*innent\u00e4tigkeit ausreicht: &#8222;Der Kurs vermittelt nur die theoretischen Grundlagen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>In den USA sah dies lange anders aus. Vor allem in der Anfangszeit schlossen dort viele Analyst*innen nur einen 40-st\u00fcndigen Anf\u00e4ngerkurs nach dem Modell von Herbert MacDonnell ab, weiterf\u00fchrende Angebote gab es damals noch nicht. Erst ab Ende der 1980er wurden Kurse entwickelt, in denen fortgeschrittene Themen wie etwa die Analyse von Blutspuren auf Textilien angesprochen wurden. 2009 erscheint in den USA ein Bericht der National Academy of Sciences (NAS), in dem es hei\u00dft, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Blutspurenmusteranalyse seien enorm und die Einsch\u00e4tzungen von Analysten eher subjektiv als wissenschaftlich. \u201eDer NAS-Report hat seinerzeit viel Staub aufgewirbelt\u201c, sagt Brodbeck. Aber in dem Bericht seien genau die wissenschaftlich falschen Inhalte als korrekt gelobt worden. So sei etwa das Konzept, dass die Gr\u00f6\u00dfe und Verteilung von Blutspuren R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Wucht der Gewalteinwirkung zulie\u00dfen \u201eein Konzept aus den Siebzigern, das vollkommen hypothetisch und letzten Endes falsch war\u201c, sagt Brodbeck. \u201eIch glaube, dass sich alle forensischen Disziplinen den kritischen F\u00e4llen widmen m\u00fcssen. Aber ich glaube auch, dass Entwicklung dann stattfindet, wenn man diese auf einer wissenschaftlichen Basis betrachtet.\u201c 2018 ver\u00f6ffentlichen die <em>New York Times<\/em> und <em>ProPublica<\/em> unter dem Titel \u201eBlood Will Tell\u201c eine Serie von Artikeln, die die BPA als \u201edubiose forensische Wissenschaft\u201c und die Rolle der Methode in der f\u00e4lschlichen Verurteilung des Texaners Joe Bryan f\u00fcr den Mord an seiner Frau problematisieren. Im selben Jahr gab die Texas Forensic Science Commission, die Beschwerden \u00fcber den Missbrauch von forensischen Zeugenaussagen und Beweisen in Strafverfahren untersucht, bekannt, dass die zur Verurteilung Bryans verwendete Blutspurenmusteranalyse nicht genau oder wissenschaftlich nicht fundiert sei. Bedenken \u00fcber die forensische Aussage in Bryans Fall veranlassten die Kommission, ein staatliches Lizenzprogramm f\u00fcr Analyst*innen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1895\" srcset=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-300x200.jpg 300w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-768x512.jpg 768w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-1400x933.jpg 1400w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-1250x833.jpg 1250w, https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/MG_3364-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Silke Brodbeck ist Deutschlands einzige \u00f6ffentlich bestellte und vereidigte Sachverst\u00e4ndige f\u00fcr Blutspurenmusteranalyse.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eIch finde die L\u00f6sung, die f\u00fcr die texanischen Verh\u00e4ltnisse gefunden wurde, korrekt\u201c, sagt Brodbeck. Das Problem in Amerika sei, dass die Zulassung zur Analysten-T\u00e4tigkeit kaum beschr\u00e4nkt ist. \u201eIn Amerika hatten sie ein Kontingent von Menschen, die ohne Vorgaben zum Schulabschluss, ohne Vorgaben zum Studienabschluss einfach Gutachter in allem geworden sind.\u201c In Deutschland und Europa sei die Ausgangssituation eine v\u00f6llig andere: Hier f\u00fchre der Weg zur Sachverst\u00e4ndigent\u00e4tigkeit \u00fcber ein naturwissenschaftliches Master-Studium oder eine polizeiliche Ausbildung, die in der Regel einem Bachelorstudium entspricht. Danach sammeln Anw\u00e4rter Erfahrung in der forensischen Alltagsarbeit. \u201eUnd dann erst findet die blutspurenmusteranalytische Ausbildung statt. Das gibt uns ein gewisses Grundlevel, sodass wir nicht \u00fcber eine Minimalbildung diskutieren m\u00fcssen.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Im Seminarraum des Blutspureninstituts l\u00e4sst corona-bedingt derzeit wenig darauf schlie\u00dfen, dass hier eigentlich regelm\u00e4\u00dfig Kurse stattfinden. Aus 32 L\u00e4ndern kamen Teilnehmdende an Brodbecks Kursen bisher hierher, um sich in der Blutspurenmusteranalyse ausbilden zu lassen. Denn weltweit gibt es nur eine Handvoll Zentren, in denen Fortgeschrittenenkurse angeboten werden. Derzeit findet kein Unterricht statt und der Raum verspr\u00fcht den Charme eines m\u00e4\u00dfig gut sortierten Baumarkts. Einen Tisch hat Brodbeck zur Werkbank umfunktioniert, in der Corona-Zeit hat sie sich das L\u00f6ten beigebracht, der 3D-Drucker hat Zicken gemacht. Damit fertig sie manchmal Modelle von Tatorten an. Jedoch finden sich auch zahlreiche Artefakte, die darauf hindeuten, was hier normalerweise passiert. In einem Regal sind in Plastikfolie geh\u00fcllte Kunststoff-K\u00f6pfe aufgereiht, in den Fensterscheiben h\u00e4ngen DINA4-Bl\u00e4tter, auf denen B\u00fcndel gerader Linien durch blutige Spritzfelder gezogen sind. Im zur Stra\u00dfe gewandten Bereich des Raumes befinden sich eine Tafel mit trigonometrischen Zeichnungen und eine Schaufensterpuppen-Familie. Der Vater tr\u00e4gt ein blutverkrustetes Hemd. Das leuchtende Rot ist zu einem Graubraun verblasst. \u201eDurch verschiedene Zersetzungsprozesse ver\u00e4ndert Blut mit der Zeit seine Farbe\u201c, erkl\u00e4rt Brodbeck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zu viel Blut: Die Fallstricke der Tatortarbeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu einer guten Ausbildung geh\u00f6rt auch, mit St\u00f6rfaktoren umgehen zu k\u00f6nnen, die die Arbeit am Tatort erschweren. Durch den Abtransport einer angezogenen Leiche k\u00f6nnen wertvolle Spuren verloren gehen, weil die Kleidung w\u00e4hrend des Transports mit Blut durchtr\u00e4nkt wird. Ein zu viel an Blut kann also relevante Spuren \u00fcberdecken. Daher ist es wesentlich, dass die Leiche vor dem Transport entkleidet wird. \u201eEs kommt auch vor, dass jemand den Tatort nicht als Tatort erkennt und dann anf\u00e4ngt, ihn zu reinigen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Brodbeck an einen Tatort kommt, m\u00f6chte sie nur wenig \u00fcber den Fall wissen. Sie kennt die Bilder vom Tatort, die Verletzungen der Opfer, aber sie liest keine Aussagen, keine anderen Rekonstruktionen. \u201eDas ist ganz wesentlich, damit Sie keine Beeinflussung haben.\u201c Manchmal vergehen nach einer Tat nur wenige Stunden, manchmal aber auch Jahre, bis Brodbeck an den Ort des Geschehens gerufen wird. Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet f\u00fcr Brodbeck am Schreibtisch statt. \u201eF\u00fcr Au\u00dfenstehende ist das nat\u00fcrlich unspannend, wenn ich zwei Wochen lang vor meinem Computer sitze.\u201c Mit bestimmten Computerprogrammen lassen sich Tatorte virtualisieren. Mitarbeiter*innen der Landeskriminal\u00e4mter vermessen die Tatorte und geben die digitalen Modelle an Brodbeck weiter. &#8222;Sie k\u00f6nnen dann die Tatorte aus allen Ecken und Winkeln betrachten.&#8220; Jedoch: &#8222;Der Computer ersetzt das Denken nicht&#8220;, sagt Brodbeck. Es sei von enormer Wichtigkeit, mehrere Entstehungsm\u00f6glichkeiten abzuw\u00e4gen und dann zu \u00fcberlegen, welche Entstehungsm\u00f6glichkeit die wahrscheinlichste ist. \u201eDie Quintessenz der Forensik ist die Wahrscheinlichkeit\u201c, sagt Brodbeck. Wann immer m\u00f6glich, sieht sie sich den Tatort an, auch die Bereiche, die nicht beblutet sind. Das sei wichtig, um sich einen Eindruck von den r\u00e4umlichen Strukturen zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Blutspuren sprechen keine eindeutige Sprache, sie lassen mehrere Schl\u00fcsse zu und k\u00f6nnen auf falsche F\u00e4hrten f\u00fchren. So muss das buchst\u00e4bliche wei\u00dfe Hemd nicht immer ein Beweis f\u00fcr das sprichw\u00f6rtliche sein \u2013 ganz im Gegenteil: Schwingt ein T\u00e4ter beim Angriff eine blutige Waffe \u00fcber seinen Kopf, sorgt die Zentrifugalkraft daf\u00fcr, dass sich das Blut nach au\u00dfen hin ausbreitet. Umstehende k\u00f6nnen daher viel, der T\u00e4ter aber kaum Blut abbekommen. Au\u00dferdem kann Insektenkot f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr sehr kleine Blutspritzer gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Sprache des Blutes\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UYMnQFh30vM?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit der Nachkriegszeit war die Blutspurenmusteranalyse in der deutschen Rechtsmedizin weitgehend in Vergessenheit geraten. Erst ab Mitte der 1990er Jahre nahm die Bedeutung der Methode f\u00fcr die rechtsmedizinische Arbeit zu. Rechtsmediziner*innen reisten in die USA und belegten dort die traditionellen f\u00fcnft\u00e4gigen Anf\u00e4nger- und Fortgeschrittenenkurse nach Vorgaben der IABPA. 2005 wurde innerhalb der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Rechtsmedizin die Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Blutspurenmusteranalyse gegr\u00fcndet, die Kurse f\u00fcr Rechtsmediziner*innen anbietet. Zeitgleich wird das Thema auch bei der deutschen Polizei intensiver diskutiert. Gerhard Schmelz war viele Jahre Kriminalbeamter, bevor er sich 1993 dazu entschied, Dozent an der Hessischen Hochschule f\u00fcr Polizei und Verwaltung zu werden. \u201cIn meiner polizeilichen Praxis haben die Blutspuren bei weitem nicht die Rolle gespielt, die sie heute spielen\u201d, sagt Schmelz. Zwar sei ihnen bei der Rekonstruktion immer schon eine wichtige Bedeutung zugekommen, jedoch habe sich die Blutspurenmusteranalyse erst in den 2000ern konkreter entwickelt. 2009 erh\u00e4lt Schmelz&nbsp;den Auftrag vom hessischen LKA, die Blutspurenmusteranalyse polizeipraktisch auszuwerten. 2009 stellen Leiter der DNA-Analytik der L\u00e4nder und des BKA fest, dass Erfolge in der DNA-Analytik die kriminalistische Betrachtung von Blutspuren immer weiter in den Hintergrund gedr\u00e4ngt hatten. Aufgrund des Generationenwechsels sei zu bef\u00fcrchten, dass bald keine BPA-Expert*innen in den Kriminal\u00e4mtern mehr vorhanden sein w\u00fcrden. Mitarbeiter*innen verschiedener Landeskriminal\u00e4mter erarbeiteten daraufhin ein Ausbildungskonzept, das als langfristiges Ziel eine zentrale Ausbildung von Sachverst\u00e4ndigen beim BKA vorsieht. Das BKA wies jedoch darauf hin, &#8222;dass eine Ausbildung auf nicht absehbare Zeit weder inhaltlich noch personell durch KI 32 abgedeckt werden kann.&#8220; Auf Anfrage teilte das BKA mit, dass beim Kriminaltechnischen Institut des BKA die Anfertigung von Blutspurenmusteranalysen eingestellt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch: Vor Gericht kann ein blutspurenmusteranalytisches Gutachten erheblichen Einfluss auf die Urteilsfindung haben. In dem 2017 erschienenen Bericht wurden die Akten von 19 F\u00e4llen aus Hessen ausgewertet, bei denen zwischen 2007 und 2010 durch Rechtsmediziner*innen eine Blutspurenmusteranalyse durchgef\u00fchrt wurde. In drei F\u00e4llen f\u00fchrte diese zu einer Verurteilung wegen Mordes, da sich anhand des Gutachtens das Vorliegen von Mordmerkmalen begr\u00fcnden lie\u00df. Silke Brodbeck erlaubt sich beim Verfassen eines Gutachtens kein Urteil. Mit ihrer Expertise trage sie nur ein naturwissenschaftliches Puzzleteil zum Gesamtkomplex der Ermittlungen bei. \u201eWie jemand verurteilt wird, ob jemand verurteilt wird, das ist Aufgabe der Juristen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es sind F\u00e4lle wie die von Sam Sheppard, die die Verantwortung forensischer Sachverst\u00e4ndiger besonders deutlich machen. \u201eIch denke, dass es der wichtigste Satz eines Sachverst\u00e4ndigen ist: Wenn er etwas nicht wei\u00df, dann auch zu&nbsp;sagen, dass er es nicht wei\u00df\u201c, sagt Brodbeck. Paul Kirks Gutachten trug wesentlich dazu bei, dass Sheppard schlie\u00dflich freigesprochen wurde. Sam Sheppard fand nach seiner Freilassung nicht mehr in seine Arztt\u00e4tigkeit zur\u00fcck. Unter dem Namen \u201eKiller Sam\u201c verdiente er fortan als Wrestler sein Geld. Im Alter von 46 Jahren stirbt er. Sheppards Bruder Stephen schreibt 1964 ein Buch, es tr\u00e4gt den Titel \u201eMy brother\u2019s keeper\u201c \u2013 \u201eMeines Bruders H\u00fcter\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Spotify Embed: Die Spurenleserin\" width=\"100%\" height=\"232\" allowtransparency=\"true\" frameborder=\"0\" allow=\"encrypted-media\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed-podcast\/episode\/4DCPVULKDQFfFNCbFui9kT\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Silke Brodbeck hat einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen, in Deutschland sogar einzigartigen Beruf. Im Podcast erz\u00e4hlt sie von ihrem Weg in dieses forensische Nischengebiet und davon, dass sich dieser Weg schon fr\u00fch abgezeichnet hat.  <\/p>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blut kann viele Geschichten erz\u00e4hlen \u2013 etwa von Mord, Totschlag und Unf\u00e4llen \u2013 wenn man seine Spuren richtig zu deuten wei\u00df. 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