{"id":1206,"date":"2020-07-23T11:47:22","date_gmt":"2020-07-23T09:47:22","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/?p=1206"},"modified":"2020-07-23T15:35:56","modified_gmt":"2020-07-23T13:35:56","slug":"__trashed-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/2020\/07\/23\/__trashed-3\/","title":{"rendered":"Steak? Bitte medium rare und vegan"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Was haben das Grillen im Sommer, der Besuch im Wirtshaus und das Familienessen an Weihnachten gemeinsam? Mit etwas Gl\u00fcck: Geselligkeit und Gemeinschaft. Mit ziemlicher Sicherheit aber: Fleisch. Denn: \u00abFleisch steht fast in der gesamten Menschheitsgeschichte f\u00fcr Wohlstand, \u00dcberleben, Macht und das m\u00e4nnliche Geschlecht\u00bb, erkl\u00e4rt Ern\u00e4hrungspsychologe Christoph Klotter. Ist dieses Fleisch dann auch noch so richtig sch\u00f6n blutig, f\u00fchlen wir uns m\u00e4chtig: Der archaische Reflex sagt uns: Wir sind das st\u00e4rkere Tier gewesen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei muss heute niemand mehr stark sein, um an Fleisch zu kommen. Noch nicht einmal viel Geld muss man haben; die Auswahl an billigen Fleisch- und Wurstwaren im Supermarkt ist enorm. Der Triumph \u00fcber Fleisch auf dem eigenen Teller ist verblasst, er wird \u00fcberschattet von den gesundheitlichen und klimasch\u00e4dlichen Folgen, die der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Fleischverzehr mit sich bringt. Ganz davon abgesehen, ist der historische Jagdinstinkt nur noch sehr einseitig vorhanden: Denn w\u00e4hrend beim Anblick des saftigen Steaks vielen das Wasser im Mund zusammenl\u00e4uft, verdirbt allein der Gedanke an die blutige Schlachtung vermutlich mindestens genauso vielen wieder den Appetit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie blutig soll das Fleisch der Zukunft also sein? Metzger*innen, Restaurantbetreiber*innen, Lebensmitteltechnologen*innen und viele weitere kreative K\u00f6pfe haben m\u00f6gliche Antworten und L\u00f6sungen entwickelt, die einen Kompromiss versprechen: nachhaltiges Fleischessen. Sogar der archaische Jagdinstinkt kommt nicht zu kurz: Denn selbst, wenn das Produkt am Ende v\u00f6llig fleischlos ist \u2013 \u201eBlut\u201c gibt es trotzdem. Zum Beispiel als Rote Beete Saft. In der veganen Blutwurst.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fleischqualit\u00e4t? Eine Frage der Schlachtung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal gilt: Echtes Fleisch gibt es nicht ohne Blut. Genauer gesagt: Fleisch gibt es nicht ohne das T\u00f6ten von Tieren. Das mag erst einmal nach einer recht simplen Erkenntnis klingen. Doch sind wir uns dieser Schuld, wie Ern\u00e4hrungspsychologe Klotter es nennt, wirklich bewusst? Wir finden Tiere einerseits s\u00fc\u00df und geben ihnen Namen; andererseits schlachten wir sie brutal und verzehren sie anschlie\u00dfend gen\u00fcsslich in W\u00fcrstchenform. Das funktioniert nur, weil wir das T\u00f6ten und Schlachten \u201ehinter die Kulissen legen\u201c, sagt Klotter. Wer bewusst Fleisch konsumieren m\u00f6chte, kann nicht erst im Supermarkt mit der Fleischwahl beginnen, sondern muss sich auch schon mit dem Akt der Schlachtung auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Todesangst schmeckt man<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDas Wichtigste ist das Schlachten\u201c, sagt auch Rinderz\u00fcchter Coloman Wetterstetter. Wenn Tiere bei der Schlachtung Todesangst haben, sch\u00fctten sie Adrenalin aus, das sich im Fleisch ablagert. Und das schmeckt man. Seine 16 Rinder k\u00f6nnen sich im Stall und auf der Weide frei in der Herde bewegen. Diese urspr\u00fcngliche Form der Tierhaltung geht sogar \u00fcber die meisten Biostandards hinaus. Finanziert wird das Ganze durch sogenanntes Rinderleasing: Tier- und Fleischliebhaber k\u00f6nnen sich ein Rind in monatlichen Raten kaufen, um am Ende das qualitativ hochwertige Fleisch zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Motto \u201evom Kalb bis zum Teller\u201c ist daher der T\u00f6tungsprozess entscheidend. Das Rind wird auf der Weide mit etwas Futter angelockt, fixiert und w\u00e4hrend es sich noch \u00fcber sein Leckerli freut \u2013 zack \u2013 zwei Bolzensch\u00fcsse direkt ins Hirn und das Tier sackt leblos zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sich im ersten Moment brutal anh\u00f6rt, ist wohl die artgerechteste Schlachtung, die einem Rind passieren kann. Keine Trennung von der Herde, kein langer und anstrengender Transport und m\u00f6glichst keine Angst. Das tote Tier wird anschlie\u00dfend an den H\u00f6rnern an einem Gabelstapler befestigt, hochgehoben und an der Halsschlagader aufgeschlitzt. Wenn das Rind seine 45 bis 55 Liter Blut in eine Metallwanne ausgeblutet hat, kann es im Anh\u00e4nger des Metzgers abtransportiert werden. Innerhalb von drei Stunden muss der Metzger die Innereien entfernen, anschlie\u00dfend kann das restliche Rind weiter zu Fleisch verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Rinderleasing: Artgerechte Haltung und Schlachtung?\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Efv5kLeB4l0?feature=oembed&#038;wmode=opaque&#038;enablejsapi=1&#038;playerapiid=ytplayer\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Blut und Fleisch? Das geht auch ohne Tier<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wer trotz artgerechter Tierhaltung und Schlachtung lieber auf tierische Produkte verzichten m\u00f6chte, muss trotzdem nicht v\u00f6llig ohne \u201eFleisch\u201c auskommen. &#8222;Schnitzel nach Wiener Art&#8220; aus Soja, Blutwurst aus Tofu und Roter Beete und sogar die bayerischen Wei\u00dfw\u00fcrste aus Weizeneiwei\u00df bieten haufenweise kreative, rein pflanzliche Fleischalternativen. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Zielgruppe der originalgetreuen Fleischersatzprodukte sind vor allem Fleischesser*innen, die der Umwelt und der Gesundheit oder vielleicht auch einfach den Enkel*innen zuliebe, mal etwas Veganes probieren wollen \u2013 ohne zu sehr von ihren Essgewohnheiten abweichen zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Frankfurter Metzgermeister Michael Spahn geht sogar noch einen Schritt weiter: \u201eFleisch ist kein Nahrungsmittel. Es ist ein Genussmittel.\u201c Archaische Blutr\u00fcnstigkeit hin oder her \u2013 niemand muss heute noch Tiere t\u00f6ten oder \u00fcberhaupt Fleisch essen, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Dabei hat Michael Spahn fr\u00fcher selbst leidenschaftlich gerne Fleisch gegessen: Seit \u00fcber 40 Jahren arbeitet er als Metzger, vor 20 Jahren stellte er auf Bio um und vor sieben Jahren kam dann der radikale Wandel: Von einem Tag auf den anderen begann er eine komplett vegane Ern\u00e4hrung. <\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Alleine mit den Wurstverk\u00f6stigungen hat Spahn fr\u00fcher pro Woche rund drei Kilogramm Fleisch gegessen \u2013 regul\u00e4re Mahlzeiten nicht dazugerechnet. Die Folge waren starkes \u00dcbergewicht, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2. Er stellte schnell fest, dass medikament\u00f6se Dauerbehandlung nicht die beste langfristige L\u00f6sung sei.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#f9f1e5\"><em>Metzger Spahn pr\u00e4sentiert seine veganen Rouladen.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Also beschloss Spahn alle tierischen Produkte von seinem Speiseplan zu streichen. Um sich selbst den Verzicht zu erleichtern und um anderen Menschen mit \u00e4hnlichen Beschwerden bei ihrer Ern\u00e4hrung helfen zu k\u00f6nnen, hat er kurzerhand auch die komplette Metzgerei umgekrempelt. Seitdem werden nur noch Reiswaffeln mit Tomatenso\u00dfe durch den Fleischwolf gedreht (\u201eHackepetra\u201c nennt sich der vegane Brotaufstrich, der dabei rauskommt) und die Blutw\u00fcrste werden aus schwarzen Linsen zubereitet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-spotify wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Spotify Embed: Ein Metzger, der vegan wurde \" width=\"100%\" height=\"232\" allowtransparency=\"true\" frameborder=\"0\" allow=\"encrypted-media\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed-podcast\/episode\/0y6KPck8X3t7uyTVeVxDfH\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Erfolg gibt Irene Schillinger und Michael Spahn recht: Veganismus ist kein kurzfristiger Trend, sondern erlangt immer mehr Beliebtheit. Etwa 0,1 bis 1 Prozent Menschen ern\u00e4hren sich in Deutschland vegan. Doch sp\u00e4testens die Begeisterung f\u00fcr den Beyond Meat Burger und andere vegane Burgerpattys hat gezeigt: Mit pflanzlichen Fleischersatzprodukten kann man auch Nicht-Veganer*innen \u00fcberzeugen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignnormal\"><div id=\"metaslider-id-1619\" style=\"width: 100%; margin: 0 auto;\" class=\"ml-slider-3-98-0 metaslider metaslider-nivo metaslider-1619 ml-slider ms-theme-default\" role=\"region\" aria-roledescription=\"Slideshow\" aria-label=\"Vegane &quot;Fleisch&quot;produkte? Klassiker aus der Metzgerei Spahn\" data-width=\"800\">\n    <div id=\"metaslider_container_1619\">\n        <div class='slider-wrapper theme-default'><div class='ribbon'><\/div><div id='metaslider_1619' class='nivoSlider'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Schnitzel_Produkt2-1-scaled-e1595506502409-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"Zutaten f&uuml;r ein veganes Schnitzel\" title=\"Schnitzel_Produkt2\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1634\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Schnitzel_gimp-scaled-e1595506435605-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"Veganes Schnitzel &quot;Wiener Art&quot;\" title=\"Schnitzel_gimp\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1635\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Leberkas_Produkt3-1-scaled-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"Zutaten vegane Leberkassemmel\" title=\"Leberkas_Produkt3\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1638\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Leberkassemmigimp-scaled-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"&quot;Veggie Lebberkees&quot; wie Metzgermeister Spahn sagt\" title=\"Leberkassemmigimp\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1639\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Wei\u00dfwurst_Produktgimp-scaled-e1595506405673-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"Zutaten vegane &quot;Zuzler&quot;\" title=\"Wei\u00dfwurst_Produktgimp\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1633\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/Wei\u00dfwurstgimp-scaled-800x420.jpg\" height=\"420\" width=\"800\" data-caption=\"&bdquo;Wei&szlig;wuascht mid Brezn&ldquo; wie man in Bayern sagt\" title=\"Wei\u00dfwurstgimp\" alt=\"\" class=\"slider-1619 slide-1632\" \/><\/div><\/div>\n        \n    <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Authentisches Aussehen hat dabei Priorit\u00e4t. In puncto Geschmack setzen Schillinger und Spahn vor allem auf gute Gew\u00fcrze und kurze Zutatenlisten. Das ist ein wichtiges Merkmal, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung. Wenn die Zutatenliste besonders lang ist und auf Zusatzstoffe hinweist, sollten Verbraucher*innen stutzig werden: \u201cJe h\u00f6her verarbeitet das Produkt ist, desto ung\u00fcnstiger ist es &#8211; auch unter Nachhaltigkeitsaspekten.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Beim Impossible Burger ist man dagegen ganz klar auf eine \u201emagische Zutat\u201c stolz: H\u00e4m. Hinter diesen drei Buchstaben stecken der Blutfarbstoff (H\u00e4moglobin) und der Eisengeschmack, die im Fleisch nat\u00fcrlicherweise vorhanden sind, erkl\u00e4rt Christian Zacherl, Gesch\u00e4ftsfeldmanager im Bereich Lebensmittel beim Fraunhofer Institut. Dass dieser Stoff in den USA mittels Gentechnik gewonnen wird, sieht Zacherl kritisch. \u201eEs hat jetzt noch diesen Hype, weil es eben der tolle neue Burger aus Amerika mit dem pflanzlichen Blutfarbstoff ist. Sobald dann aber auf der Verpackung \u2018gentechnisch modifiziert\u2019 draufsteht, schreckt es die Konsumenten ab.\u201c<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Echtes Fleisch und Blut aus der Petrischale<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Doch aus den USA kommen nicht nur mit Pflanzenblut getr\u00e4nkte Burger, es weht noch ein anderer verhei\u00dfungsvoller Wind, der echtes Fleisch ganz ohne Tierleid \u2013 ja sogar ohne Tiert\u00f6ten verspricht. In-Vitro-Fleisch, auch Laborfleisch oder Clean Meat genannt, soll es erm\u00f6glichen, Fleischzellen eines Tieres in der Petrischale zu z\u00fcchten. Bisher ist es noch nicht gelungen, die faserige Struktur von einem ganzen Fleischst\u00fcck nachzuahmen. Hackfleisch konnte man damit allerdings schon herstellen \u2013 das erste Burgerpatty, das mit diesem aufw\u00e4ndigen Verfahren zubereitet wurde, hat schlappe 250.000 Euro gekostet. Mittlerweile ist man bei etwa neun Euro pro St\u00fcck und die Hersteller hoffen, dass es bald markt- und massentauglich ist und dadurch noch g\u00fcnstiger wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Christian Zacherl erwartet jedoch so bald keine gro\u00dfen Erfolge: \u201eWir besch\u00e4ftigen uns oft mit den \u00d6kobilanzen und Stoffstr\u00f6men. In-Vitro-Fleisch ist hochgradig unwirtschaftlich, weil sehr viel Energie und N\u00e4hrstoffe in diese N\u00e4hrl\u00f6sungen eingebracht werden m\u00fcssen.\u201c Die rein pflanzlichen Produkte seien da immer \u201eum Welten besser\u201d: \u201eSie sind g\u00fcnstiger, regional zu beschaffen, schmecken gut und werden in Zukunft vielleicht noch besser schmecken.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wenn es also auf der n\u00e4chsten Grillfeier die Frage aufkommt, wie blutig das Steak sein soll, kann die Antwort auch heute schon lauten: \u201eMedium rare und vegan, bitte.\u201c<\/span><\/p>\n<script language='javascript' type='text\/javascript'>function getWR360PopupSkin(){return 'light_clean';}<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blutiges Fleisch hat gesellschaftlichen Symbolcharakter. Aber nachhaltig und gesund ist es nicht wirklich. Wie k\u00f6nnte also der Fleischkonsum der Zukunft aussehen?<\/p>\n","protected":false},"author":294,"featured_media":1260,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[7],"tags":[24,27,28,26,25],"class_list":["post-1206","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","tag-fleisch","tag-metzger","tag-rinderleasing","tag-schlachten","tag-vegan"],"pbg_featured_image_src":{"full":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"thumbnail":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-300x200.jpg",300,200,true],"medium_large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-768x512.jpg",768,512,true],"large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-1024x682.jpg",960,639,true],"1536x1536":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"2048x2048":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"quadro-sq-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-700x700.jpg",700,700,true],"quadro-med-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-700x507.jpg",700,507,true],"quadro-full-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false]},"pbg_author_info":{"display_name":"Vera Kraft","author_link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/author\/kraft16\/","author_img":"<img alt='Vera Kraft' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/913b36a02ce87edc8a71533da7cd60e6072baa9bcd4c284cadfa8fd35f8bf8da?s=128&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/913b36a02ce87edc8a71533da7cd60e6072baa9bcd4c284cadfa8fd35f8bf8da?s=256&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-128 photo' height='128' width='128' loading='lazy' decoding='async'\/>"},"pbg_comment_info":" No Comments","pbg_excerpt":"Blutiges Fleisch hat gesellschaftlichen Symbolcharakter. Aber nachhaltig und gesund ist es nicht wirklich. Wie k\u00f6nnte also der Fleischkonsum der Zukunft aussehen?","uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"thumbnail":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-300x200.jpg",300,200,true],"medium_large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-768x512.jpg",768,512,true],"large":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-1024x682.jpg",960,639,true],"1536x1536":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"2048x2048":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false],"quadro-sq-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-700x700.jpg",700,700,true],"quadro-med-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280-700x507.jpg",700,507,true],"quadro-full-thumb":["https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2020\/07\/meat-3139641_1280.jpg",1280,853,false]},"uagb_author_info":{"display_name":"Vera Kraft","author_link":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/author\/kraft16\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Blutiges Fleisch hat gesellschaftlichen Symbolcharakter. Aber nachhaltig und gesund ist es nicht wirklich. Wie k\u00f6nnte also der Fleischkonsum der Zukunft aussehen?","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1206","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/294"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1206"}],"version-history":[{"count":66,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1206\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2576,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1206\/revisions\/2576"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1206"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1206"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.zim.uni-passau.de\/blutjung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1206"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}